Gewitzt: Das Gegenwindfahrrad

9. August 2008, 19:18
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Entwickler Gustav Winkler zum einfachen Grundprinzip: "Der Wind treibt eine Turbine an und die Turbine das Rad"

Flensburg - Es ist wohl der Traum aller Radfahrer: Gegenwind als Schubkraft nach vorn. Ein Professor der Fachhochschule Flensburg hat am Freitag ein sogenanntes Gegenwindfahrrad vorgestellt. "Der Wind treibt eine Turbine an und die Turbine das Rad", beschreibt der Erfinder Gustav Winkler die 16 Jahre alte Idee, die nun in die Praxis umgesetzt wird. Mit der Weiterentwicklung will ein Team um Winkler im August am internationalen Wettbewerb "Racing Aeolus" in den Niederlanden teilnehmen - wie umfangreich das Konkurrenzfeld sein wird, ist noch offen.

Die Turbine mit einem Durchmesser von rund zwei Metern ist vor das auf einem dreirädrigen Liegerad basierende Gefährt gespannt, das wegen dieser Ausmaße für den öffentlichen Verkehr aber untauglich ist. Rasante Verfolgungsjagden sind mit dem Rad außerdem nicht zu erwarten: "Die Turbine muss sich ja selbst gegen den Wind und den Luftwiderstand bewegen. Das kostet bereits mehr als die Hälfte der Energie, da bleibt für den Vortrieb des Fahrrads nicht viel übrig", erklärte Winkler im Flensburger Tageblatt. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde nicht einmal die Hälfte der Geschwindigkeit des entgegen kommenden Windes zu erzielen sein. (APA/dpa/red)

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    Nach dem Drahtesel die Drahtgalaxis: Gustav Winkler und sein Geschöpf

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