Selbstmord-Spam sorgt für Turbulenzen in der Schweiz

8. August 2008, 13:29
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Fingierte Email zieht Polizeiaktion nach sich - Verdächtigt werden russische Internet-Kriminelle - "Selbstmörder" wohl auf

In der Schweiz spukte einige Tage lang eine Selbstmord-Email durchs Internet. Darin kündigte ein junger Mann an, aus dem Leben treten zu wollen, nachdem er seine Freundin mit einem anderen inflagranti erwischt hatte. Die besagte Geliebte sollte auch gleich noch mit in den Tod gerissen werden, berichtet das Schweizer Nachrichtenportal 20Minuten.   

Polizei wurde hellhörig

Die Meldungen einiger besorgter Mitmenschen machte schließlich die Polizei hellhörig, die dem Verfasser Roman Hüssy sogleich einen Besuch erstattete. Zur Überraschung der Beamten wusste Hüssy nichts von seinen im Netz veröffentlichten Selbstmordabsichten.

Fingiert

Wie sich herausstellte, ist Hüssy Betreiber der Seite Abuse.ch, die regelmäßig vor Viren und Trojanern warnt. Der Geschädigte vermutet nun, russische Internet-Kriminelle haben unter seiner Adresse die Mails versendet, um sich zu rächen.

"Ich könnte mir vorstellen, dass diese Spammer mich bedrohen wollen. Sie haben es schon geschafft, meine Seite stillzulegen, aber ich werde sie so bald wie möglich wieder ins Netz stellen", zitiert 20Minuten den 21-Jährigen.

Kampf

Laut Hüssy habe er durch seine Arbeit und den Kampf gegen die Internet-Kriminalität die verdächtigte Netzbande um ein kleines Vermögen gebracht. Der Racheakt wäre demnach naheliegend. Für Hüssy hat der Vorfall schwere Folgen, seine Aktivitäten im Internet musste er bisweilen auf Eis legen. Die Anzeige wurde aufgegeben, gegen Unbekannt. (zw)

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20Minuten

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