Ex-Mitarbeiter klagt Apple wegen rechtswidriger Arbeitsbedingungen

8. August 2008, 11:13
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Unbezahlte Überstunden, sieben Tage Bereitschaftsdienst ohne Kompensationen - Netzwerk-Ingenieur verlangt Schadensersatz

Ein Netzwerk-Ingenieur, der von 1995 bis 2007 beim US-IT-Konzern Apple arbeitete, klagt das Unternehmen wegen Verstößen gegen das kalifornische Arbeitsrechtsgesetz. Dies berichtet aktuell MacWorld.

Der Klage des David Walsh konzentriert sich dabei auf den Umstand, dass Angestellte bei Apple länger als die üblichen 40 Stunden arbeiten mussten und die Überstunden anschließend nicht vergütet wurden.

Hartes System

Angeblich habe Apple einige Job-Titel kreiert, um Ausnahmen in der Überstundenregelung durchzusetzen. Beispielsweise wurde die Betitelung "Senior Network Engineer" eingesetzt, obwohl alle Netzwerk-Ingenieure sich mit denselben Aufgaben befassten.

Zusätzlich gab es alle sechs Wochen einen siebentägigen Bereitschaftsdienst, bei dem man zu jeder Tag- und Nachtzeit in die Arbeit gerufen werden konnte, ohne dafür entschädigt zu werden.

Massenklage möglich

Walshs Klage beantragt den "Class action status", der erlauben würde, dass sich jeder weitere betroffene Angestellte der Klage anhängen könnte. Der Ex-Mitarbeiter verlangt von Apple Schadenersatz sowie die Übernahme der Rechtskosten.

Eine Stellungnahme Apples fehlt bislang noch. (zw)

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MacWorld

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