Bush plädiert erneut für Meinungs- und Religionsfreiheit

8. August 2008, 06:41
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Sprach bei Botschaftseroffnung - Die USA werde sich weiterhin für Meinungsfreiheit einsetzen - Sonderstatus für den Präsidenten begleitende Journalistenmaschine gestrichen

Peking - US-Präsident George W. Bush hat sich am Freitag in Peking zu Beginn seines Chinas-Besuches zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele erneut für Meinungs- und Religionsfreiheit eingesetzt. Bei der Einweihung der neuen US-Botschaft in der chinesischen Hauptstadt nannte Bush die Beziehungen zu China "konstruktiv, kooperativ und freimütig". Die USA würden weiterhin offen ihre Überzeugung vertreten, dass alle Menschen die Freiheit haben sollten, ihre Meinung auszusprechen und ungehindert ihre Religion zu wählen.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass Gesellschaften, die den freien Ausdruck von Ideen zulassen, dazu neigen, die wohlhabendsten und friedlichsten zu sein", sagte Bush vor den Botschaftsangehörigen. Ein offener Umgang miteinander sei am wirksamsten, wenn Nationen ihre Beziehungen auf Respekt und Vertrauen aufbauten, sagte Bush.

Mittagessen mit Staatschefs

Auf Einladung von Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao wollte Bush anschließend an einem Mittagessen mit anderen angereisten Staatsoberhäuptern in der Großen Halle des Volkes teilnehmen. Am Nachmittag trifft Bush auch die amerikanische Olympia-Mannschaft, bevor er zur Eröffnungsfeier ins Nationalstadion fährt. Schon vor seinem Besuch in Peking hatte Bush in einer Rede in Bangkok sogar noch stärker Kritik an der Menschenrechtslage in China geübt. Das Pekinger Außenministerium konterte, niemand solle die Menschenrechte oder Religion benutzen, um sich in innere Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.

Kein Sonderstatus für Journalisten

Die Ankunft von Bush am Donnerstagabend wurde für rund 40 mitreisende Journalisten in einem Begleitflugzeug zur Qual, als der Sonderstatus der Maschine auf dem Pekinger Flughafen ohne Angabe von Gründen plötzlich gestrichen wurde. Die Medienvertreter mussten drei Stunden auf dem Rollfeld warten, bevor sie die Maschine verlassen konnten, war aus der Delegation zu hören. Mit der Ankunft zahlreicher Staats- und Regierungschefs hatte der neu erweiterte Pekinger Flughafen am Donnerstag rund 300 spezielle Flüge im Zusammenhang mit Olympia zu bewältigen. Mit 1.300 Flügen wurde ein Tagesrekord erreicht. An heutigen Freitag wurden rund 100 weitere Flüge mit Sondergästen erwartet. (APA/dpa)

 

  • Händeschütteln vor Beginn der Olympischen Spiele.
    Foto: AP Photo/Gerald Herbert

    Händeschütteln vor Beginn der Olympischen Spiele.

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