Soeder ohne Testfahrt ins Rennen

7. August 2008, 20:49
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Österreicherin hat ihre Magenprobleme über­wunden, konnte jedoch nicht mehr auf dem Olympiakurs trainieren

Peking - Einen Tag nach den Herren absolvieren am Sonntag in Peking die Damen das Straßenrennen. Sie befahren ab 8:00 Uhr MESZ den gleichen Kurs wie die Männer, müssen den finalen und hügeligen Rundkurs draußen bei der Chinesischen Mauer aber nur zwei Mal bewältigen.

"Deshalb wird es bei uns von Anfang an zur Sache gehen", ist sich Christiane Soeder bewusst. Österreichs aussichtsreichste Starterin hat nach WM-Bronze im Vorjahr im Zeitfahren heuer die Tour der France für Frauen und auch die Olympia-Generalprobe im Zeitfahren gewonnen. Sie befindet sich vielleicht in der besten Form ihrer Karriere.

In Peking wurde die 33-Jährige aber von einer Magenverstimmung etwas zurückgeworfen. Wegen einer überfallartigen Dopingkontrolle im Athletendorf hatte sie am Mittwoch gleich nach der Ankunft in kürzester Zeit viel kaltes Wasser trinken müssen. Erbrechen und Durchfall sowie Bettruhe statt Trainieren hieß deshalb zunächst Soeders Programm.

Als Soeder am Freitag wieder fit war, war der Kurs bereits gesperrt. Dass sie ohne Trainingsfahrt ins Rennen muss, kann die routinierte Fahrerin aber nicht erschüttern. "Nicht tragisch. Ich weiß ja ungefähr wie's aussieht und werde mir am Samstag auch noch das Herrenrennen anschauen." Monika Schachl, die zweite Österreicherin im Rennen, soll Soeder unterstüzen. Diese zählt "mindestens zehn Fahrerinnen" zum engeren Favoritenkreis. Während sie selbst drei Tage später im Zeitfahren zu den Medaillenanwärterinnen zählt, ist das beim Straßenrennen nicht unbedingt der Fall, ein Platz unter den Top-Ten wäre als Erfolg zu werten. (red/APA)

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