Indien will bei BSNL-Börsengang 10 Mrd. Dollar einnehmen

7. August 2008, 17:56
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Größter Börsengang in der Geschichte des Landes mit einem Volumen von 10 Mrd. Dollar bahnt sich an

In Indien bahnt sich der größte Börsengang in der Geschichte des Landes mit einem Volumen von 10 Mrd. Dollar (6,5 Mrd. Euro) an. Die Regierung erklärte am Donnerstag, einen Teil des staatlichen Telekom-Konzerns Bharat Sanchar Nigam Ltd (BSNL) an die Börse bringen zu wollen. Eine Entscheidung werde es aber erst nach Gesprächen mit den Gewerkschaften geben.

Sechsmal so groß wie der Rivale Hutchison Essar

BNSL-Financhef S.D. Saxena erklärte, sein Unternehmen sei etwa sechsmal so groß wie der Rivale Hutchison Essar, der 2007 von der britischen Vodafone für 21 Mrd. Dollar gekauft wurde. Saxena hatte bereits früher erklärt, es sollten 10 Prozent der BSNL angeboten werden.

304.000 Mitarbeiter

Der Konzern hat 304.000 Mitarbeiter und in den Sparten Festnetz und Mobilfunk insgesamt 73 Millionen Kunden. Die Beschäftigten sollen bei dem Börsengang vergünstigte Aktien bekommen: Essar bot allen Mitarbeitern jeweils 500 Aktien zum Preis von zehn Rupien (0,15 Euro) an. Nach Angaben des Telekom-Ministeriums soll die Preisspanne bei dem Börsengang aber zwischen 300 und 400 Rupien (zwischen 4,62 und 6,16 Euro) je Aktie liegen. Saxena zufolge könnte der Börsengang binnen sechs Monaten über die Bühne gehen.

Ohne Kommunisten

Die indische Regierung hatte die Pläne bereits im Jänner vorgestellt. Der damalige Koalitionspartner, die Kommunisten, hatten das Vorhaben aber ebenso abgelehnt wie die Gewerkschaften. Inzwischen hat die Regierung aber einen anderen Koalitionspartner, der das Vorhaben unterstützt. Die Gewerkschaften sind indes weiter gegen die Teilprivatisierung. (APA/Reuters)

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