Saakaschwili ordnet Waffenstillstand an

7. August 2008, 18:32
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Präsident: Soldaten haben Anweisung, Schüsse aus der abtrünnigen Region Südossetien nicht zu erwidern

Tiflis/Moskau- Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat seinen Truppen nach der jüngsten Gewalteskalation in der abtrünnigen Region Südossetien den Waffenstillstand befohlen. Es falle ihm schwer, aber er habe entsprechende Order erlassen, sagte Saakaschwili am Donnerstag in einer Fernsehansprache in Tiflis. Georgische Soldaten dürften ab sofort keine Schüsse aus Südossetien erwidern. Es gebe bereits viele Tote und Verletzte, sagte Saakaschwili. "Keiner sollte uns als Aggressor hinstellen", sagte er.

Russland und die prorussische Führung in Südossetien hatten Georgien "Provokationen und Kriegstreiberei" vorgeworfen. Georgien hingegen hatte Südossetien die Schuld an den schwersten Gefechten seit Jahren gegeben. Saakaschwili bot Russland Gesprächsbereitschaft an.

Er erneuerte sein Angebot, Südossetien "weitreichende Autonomie" einzuräumen. Südossetien hatte Georgien Annektierungsversuche vorgeworfen. Die Führung in Tiflis betonte, der einseitige Waffenstillstand sei ein Zeichen für Georgiens Bereitschaft, den Konflikt friedlich zu lösen. (APA/dpa)

 

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    Michail Saakaschwil: "Keiner sollte uns als Aggressor hinstellen"

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