Boehringer Ingelheim schreibt weniger Gewinn

7. August 2008, 17:14
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Höhere Forschungskosten und der starke Euro haben Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2008 belastet

Ingelheim - Höhere Forschungskosten und der starke Euro haben Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2008 belastet und Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern einen Gewinnrückgang beschert. Das Betriebsergebnis sank in den ersten sechs Monaten auf 899 Mio. Euro, wie das Familienunternehmen am Donnerstag in Ingelheim bei Mainz mitteilte. Im ersten Halbjahr 2007 lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen noch bei einer Milliarde Euro. Die Erlöse legten im ersten Halbjahr 2008 um 2,1 Prozent auf 5,52 Mrd. Euro zu.

In lokalen Währungen sei der Umsatz um neun Prozent gestiegen. "Die lokale Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2008 hat gezeigt, dass Boehringer Ingelheim unverändert auf einem gesunden Wachstumskurs ist und das Unternehmen auch weiterhin stärker als der Pharmamarkt wächst", sagte der Sprecher der Unternehmensleitung, Alessandro Banchi.

Mit seinem wichtigsten Medikament, dem Atemwegsmittel Spiriva, setzte Boehringer Ingelheim in den ersten sechs Monaten 976 Millionen Euro um. Das war ein Plus von 23,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1468 auf 39 819.

Für das Gesamtjahr erwartet Boehringer Ingelheim nach eigenen Angaben ein kontinuierliches Erlöswachstum über dem des Weltpharmamarkts und eine Verbesserung des Betriebsergebnisses. Nach früheren Aussagen rechnet der Bayer-Konkurrent für das laufende Geschäftsjahr in lokalen Währungen mit einem Umsatzplus von neun Prozent (2007: 10,95 Mrd. Euro), während das Betriebsergebnis auf dem Niveau von 2007 (2,1 Mrd. Euro) liegen dürfte. (APA/dpa)

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