Überschwemmungen in Osteuropa fordern über 40 Todesopfer

7. August 2008, 17:08
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Schwerste Flutkatastrophe seit 200 Jahren

Genf  - Bei der schwersten Hochwasserkatastrophe in der Ukraine und Moldawien seit 200 Jahren sind mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der UN-Organisation für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) waren Ende Juli mehr als 60.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. 40.000 Menschen mussten nach tagelangen Regenfällen ihre Wohnungen verlassen.

Die Internationale Föderation des Roten Kreuzes bezifferte die Schäden auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Situation für die Betroffenen sei weiterhin kritisch. "Der Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen", sagte der IRK-Vertreter für Weißrussland, Moldawien und die Ukraine, Joe Lowry. Auch Erdrutsche stellten weiterhin eine Bedrohung dar.

Das Rote Kreuz bat um eine Soforthilfe von 765.000 Euro. Die Menschen bräuchten dringend Lebensmittel und frisches Wasser. Viele Menschen hätten ihre Ernte, ihr Vieh und ihre Lebensmittelvorräte verloren, sagte Lowry. In den sechs am stärksten betroffenen Regionen im Osten der Ukraine standen den Angaben zufolge 40.000 Häuser und 30.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen unter Wasser. (APA/AFP)

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