Sanyo bekommt Yen-Stärke zu spüren

7. August 2008, 15:55
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Das Betriebsergebnis des japanischen Elektronikkonzerns ist im ersten Quartal um 24 Prozent auf fünf Milliarden Yen gefallen

Tokio - Eine Verteuerung der japanischen Landeswährung Yen und hohe Rohstoffkosten haben dem Elektronikkonzern Sanyo im ersten Quartal zugesetzt. Das Betriebsergebnis sei von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 5 Mrd. Yen (29,6 Mio. Euro) gefallen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der Nettogewinn verzehnfachte sich dagegen dank des Verkaufs der Handy-Sparte an den Elektronikkonzern Kyocera auf 28,2 Mrd. Yen.

Zudem machte dem Konzern eine rückläufige Nachfrage nach seinen Klimaanlagen zu schaffen. "Im vergangenen Jahr haben wir in Europa sehr viele Klimaanlagen verkauft. Dieses Jahr hat das für die Jahreszeit ungewöhnlich kalte Wetter unsere Geschäfte belastet", sagte Sanyo-Vizepräsident Koichi Maeda. Gut verkauften sich dagegen Solarzellen und wiederaufladbare Batterien, wo Sanyo weltweiter Marktführer ist. Auch bei Solarzellen wollen die Japaner kräftig wachsen und ihre Produktion bis 2020 mehr als verzehnfachen.

Für das Gesamtjahr rechnet Sanyo weiter mit einem Rückgang des Betriebsgewinns um 34 Prozent auf 50 Mrd. Yen und blieb damit leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Elektronikkonzern erstmals seit vier Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. (APA/Reuters)

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