Deutschland ist erstmals tollwutfrei

7. August 2008, 15:33
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Umfangreiche Impfaktionen für Füchse - Der letzte Seuchenherd konnte getilgt werden

Mainz  - Deutschland gilt erstmals als tollwutfrei. Auch der letzte Seuchenherd im Südwesten sei mit umfangreichen Impfaktionen für Füchse erfolgreich bekämpft worden, teilten die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg am Donnerstag mit. Am Freitag, 8. August, werde der gefährdete Bezirk entsprechend den Kriterien der Internationalen Tierseuchenorganisation (OIE) aufgehoben. Füchse sind Hauptüberträger der Tollwut, die bei Mensch und Tier tödlich verlaufen kann.

In Deutschland wurde die Infektionskrankheit bei einem Fuchs zum letzten Mal am 3. Februar 2006 in Nackenheim bei Mainz amtlich festgestellt. Bei umfangreichen Kontrollen registrierten Experten nach den Angaben anschließend keine weiteren Krankheitsfälle mehr. In Baden-Württemberg endeten die Impfungen im Herbst 2007, in Rheinland-Pfalz und Hessen im Frühling 2008. Zur Sicherheit sollen die Kontrollen von Füchsen in den kommenden Jahren aber noch fortgesetzt werden.

Nur bei Fledermäusen komme in Deutschland vereinzelt noch Tollwut vor, erläuterte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI/Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) auf der Insel Riems. Dabei handle es sich jedoch um einen anderen Erreger, daher erfülle Deutschland die OIE-Kriterien für Tollwutfreiheit. Das Fledermausvirus sei zwar eng verwandt mit dem Fuchsvirus und auch für Menschen ansteckend, das Übertragungsrisiko durch Fledermäuse sei aufgrund ihrer Nahrungsvorlieben jedoch deutlich geringer. (APA/dpa)

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