Innsbrucker Festwochen eröffnet

7. August 2008, 15:22
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Motto "Zeit der Wunder"

Innsbruck - Bundespräsident Fischer hat am Donnerstag das 32. Innsbrucker Festival Alter Musik mit eröffnet. Mit seinen Worten nahm er Bezug auf das Motto der diesjährigen Festwochen, das "Zeit der Wunder" lautet: "Seit Beginn der Menschheitsgeschichte gab es Kriege. Erst die Zeit der Aufklärung brachte den Gedanken an Frieden und Menschenrechte. Möge sich das Wunder des Friedens erfüllen, wie es nach Kant und Voltaire, Goethe und Einstein als Vorkämpfer von Frieden und Völkerverständigung nun von den Innsbrucker Festwochen mit der Musik des 18. Jahrhunderts so eindringlich beschworen wird".

Sarah Wilson begrüßte als Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen eine prominente Besucherschar aus Politik, der hohen Geistlichkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien und nahm die Gelegenheit wahr, auf die 400-jährige Innsbrucker Musik- und Operntradition und damit auf die ideelle Grundlage des Festivals hinzuweisen, das heute ohne die neuen Möglichkeiten des geeinten Europas nicht denkbar wäre.

Heuer gibt es unter anderem drei Oratorien zu sehen, dazu kommen hochkarätige Konzerte in Kirchen und historische Säle sowie zahlreiche Musikevents. "Warum es heuer statt zwei Opern szenische Oratorien zu sehen gibt? Weil sie praktisch geistliche Opern sind. Und weil Innsbruck mit diesen Raritäten einmal mehr seiner Pionierrolle in der Pflege des barocken Repertoires gerecht wird", sagte René Jacobs, der Künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen. Ein drittes Oratorium dirigiert Maestro Jacobs konzertant: "Maddalena ai piedi di Cristo" von Antonio Caldara am 14. August im Congress Innsbruck. Dazwischen locken hochkarätige Konzerte in Kirchen und historische Säle sowie zahlreiche Musikevents, wie das große Ambraser Schlossfest am 15. August, Lunchkonzerte und das "OpeRn-Air" in den Hofgarten. (APA)

 

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