Tutanchamun: DNA-Analyse zur Klärung von Verwandtschaftsverhältnissen

7. August 2008, 13:17
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Die mumifizierten Föten aus der Grabkammer des Pharaos werden in Ägypten analysiert

Kairo - Zwei mumifizierte Föten aus der Grabkammer des Pharaos Tutanchamun sollen in Ägypten einer DNA-Analyse unterzogen werden. Dabei soll geklärt werden, ob die zwei totgeborenen Mädchen mit dem legendären altägyptischen König aus der 18. Dynastie verwandt sind, teilte die Altertümerverwaltung in Kairo am Mittwoch mit. Die familiären Verhältnisse des im Alter von 18 bis 20 Jahren gestorbenen Pharaos liegen eher im Dunkeln.

So nimmt die Forschung an, dass Tutanchamun im Alter von 18 Jahren seine Schwester ehelichte. Dass aus der Verbindung Kinder hervorgegangen sind, wird aber für unwahrscheinlich gehalten. Die DNA-Analyse könnte Aufschluss darüber geben, wer die Mutter der beiden Föten aus der Grabkammer gewesen sein könnte, hieß es in der Mitteilung der Altertümerverwaltung. Als Vater wird vielfach Tutanchamun angenommen, dafür gibt es bislang jedoch keinen Beweis.

Die beiden frühgeborenen Säuglinge waren entgegen der ägyptischen Sitte mumifiziert worden, besaßen Totgeborene doch kein Ka, eine Art Seele bzw. Freiseele. Die Kammer des Tutanchamun ist das einzige Grab im Tal der Könige bei Luxor, das nahezu unversehrt geblieben ist. Der prunkvolle Grabschatz des jungen Königs füllt im ägyptischen Museum in Kairo mehrere große Räume. (APA/dpa/red)

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Wikipedia: Tutanchamun

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