Schwieriges Halbjahr für T-Mobile Austria

7. August 2008, 10:53
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Der zweitgrößte heimische Mobilfunker musste sowohl bei Umsatz als auch beim Ergebnis einen Rückgang hinnehmen, ein Plus gab es hingegen bei den Kunden

Wien - T-Mobile Austria blickt auf ein schwieriges Halbjahr zurück. Der zweitgrößte heimische Mobilfunkbetreiber musste beim Umsatz einen Rückgang von zehn Prozent auf 544 Mio. Euro verschmerzen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach um minus 27 Prozent auf 141 Mio. Euro ein, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Konzernbilanz der T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom hervor.

Ein Plus gab es hingegen bei den Kunden. Deren Zahl erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 3,298.000. Das sind 150.000 Kunden mehr als im ersten Halbjahr 2006, wobei insbesondere Vertragskunden deutlich zugelegt hätten. Deren Zahl sei im zweiten Quartal um zwölf Prozent gestiegen. "Der starke Fokus auf Vertragskunden spiegelt sich auch positiv im Bereich der Kundenabwanderung wider - so ist die monatliche Kundenabwanderung bei den Vertragskunden um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf ein Prozent gesunken", hieß es in einer Aussendung. Die Zahl der Datennutzer stieg vom ersten auf das zweite Quartal demnach um 15.000.

"Nicht erfreulich"

Finanzchef Wolfgang Kniese räumte ein, dass der Halbjahresvergleich nicht erfreulich sei, die Entwicklung vom ersten zum zweiten Quartal zeige hingegen in die richtige Richtung. Im zweiten Quartal gab der Umsatz "nur" um neun Prozent nach, das EBITDA reduzierte sich im Vergleich zum Vorquartal um 20 Prozent. Der durchschnittliche Kundenumsatz gab von 27 auf 26 Euro nach. Im Vorjahr lag er noch bei 30 Euro.

Gleichzeitig konnten die Kosten für die Neukundenwerbung reduziert werden. Sie betrugen im Vorjahr rund 100 Euro und liegen nun bei 87 Euro. Sehr gut sei die Nachfrage nach dem iPhone-Angebot, wobei allerdings die Nachfrage höher ist als der Lagerbestand. T-Mobile hofft, dass der iPhone-Erzeuger Apple künftig mehr liefere.

Künftig will das Unternehmen vor allem mit Service punkten. "Wir sind der festen Überzeugung, dass der Preis nicht einzig ausschlaggebend ist, um auf dem österreichische Mobilfunkmarkt erfolgreich zu sein. Aber insgesamt spüren wir - genauso wie die Mitbewerber - einen schrumpfenden Markt", so T-Mobile Austria-Chef Robert Chvatal. (APA)

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