T-Mobile: Mehr Kunden, weniger Umsatz, maue Einkünfte und eine neue Strategie

7. August 2008, 10:37
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Robert Chvátal: "Wir sind der festen Überzeugung, dass der Preis nicht einzig ausschlaggebend ist, um erfolgreich zu sein."

T-Mobile Austria blickt auf ein schwieriges Halbjahr zurück. Der zweitgrößte heimische Mobilfunkbetreiber musste beim Umsatz einen Rückgang von zehn Prozent auf 544 Mio. Euro verschmerzen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach um minus 27 Prozent auf 141 Mio. Euro ein, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Konzernbilanz der T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom hervor.

Mehr Kunden

Ein Plus gab es hingegen bei den Kunden. Deren Zahl erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 3,298.000. Das sind 150.000 Kunden mehr als im ersten Halbjahr 2006, wobei insbesondere Vertragskunden deutlich zugelegt hätten. Deren Zahl sei im zweiten Quartal um zwölf Prozent gestiegen. "Der starke Fokus auf Vertragskunden spiegelt sich auch positiv im Bereich der Kundenabwanderung wider - so ist die monatliche Kundenabwanderung bei den Vertragskunden um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf ein Prozent gesunken", hieß es in einer Aussendung. Die Zahl der Datennutzer stieg vom ersten auf das zweite Quartal demnach um 15.000.

Nicht erfreulich

Finanzchef Wolfgang Kniese räumte im Gespräch mit der APA ein, dass der Halbjahresvergleich nicht erfreulich sei, die Entwicklung vom ersten zum zweiten Quartal zeige hingegen in die richtige Richtung. Im zweiten Quartal gab der Umsatz "nur" um neun Prozent nach, das EBITDA reduzierte sich im Vergleich zum Vorquartal um 20 Prozent. Der durchschnittliche Kundenumsatz gab von 27 auf 26 Euro nach. Im Vorjahr lag er noch bei 30 Euro.

Apple

Gleichzeitig konnten die Kosten für die Neukundenwerbung reduziert werden. Sie betrugen im Vorjahr rund 100 Euro und liegen nun bei 87 Euro. Sehr gut sei die Nachfrage nach dem iPhone-Angebot, wobei allerdings die Nachfrage höher ist als der Lagerbestand. T-Mobile hofft, dass der iPhone-Erzeuger Apple künftig mehr liefere.

Keine Preiskämpfe

Künftig will das Unternehmen vor allem mit Service punkten. "Wir sind der festen Überzeugung, dass der Preis nicht einzig ausschlaggebend ist, um auf dem österreichische Mobilfunkmarkt erfolgreich zu sein. Aber insgesamt spüren wir - genauso wie die Mitbewerber - einen schrumpfenden Markt", so T-Mobile Austria-Chef Robert Chvatal . (APA)

 

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