Streit im Dinkhauser-Team

7. August 2008, 17:40
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Gurgiser fordert Nulllohnrunde - Dinkhauser dagegen - Postgewerkschafter dementieren Unterstützung

Wien/Innsbruck - Fritz Dinkhauser bekommt Ärger aus den eigenen Reihen: In einem Kommentar in der Tiroler Tageszeitung hat Transitforum-Chef Fritz Gurgiser eine Nulllohnrunde zur Entlastung der Mittelstandsbetriebe gefordert - sehr zum Groll Dinkhausers.

Die Entlastung könne nicht auf Kosten der Mitarbeiter erfolgen, kritisierte Dinkhauser seinen Mitstreiter. Gurgiser habe geglaubt, einen "g'scheiten Kommentar" zu machen, der "völlig" von der Meinung des Bürgerforums abweiche. Er sei ein wichtiger Teil der Bewegung, aber zu derartigen Themen könne es keine Einzelmeinungen geben. Dinkhauser will bereits mit Gurgiser gesprochen haben: Die Sache sei "bereinigt".

Sorgen hat das Bürgerforum auch mit der Postgewerkschaft.Die weist Berichte über eine Unterstützung der Liste Dinkhauser zurück. Dinkhausers diesbezügliche Aussagen "entbehren jeglicher Grundlage. Es gibt keinen Beschluss, und es wird auch keinen geben" , betonte Bundesgeschäftsführer Helmut Tomek. Er forderte den Bürgerforum-Chef auf, seine "absolut falschen Behauptungen zurückzunehmen". Konkret ist bisher nur ein Post-Personalvertreter, der Grazer Franz Brauchard, auf der Dinkhauser-Liste vertreten.

Immerhin eine positive Nachricht gab es für den Tiroler Kandidaten: Die Ärzteliste "Die Weißen" tritt selbst nicht an, sie will Dinkhauser unterstützen. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 8.8.2008)

 

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    Fritz und Fritz sind diesmal nicht einer Meinung.

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