Starker Euro belastet Deutsche Telekom - Ergebnisrückgang

7. August 2008, 09:38
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T-Mobile Austria konnte die Anzahl der Kunden um 4,8 Prozent auf 3.298.000 erhöhen

Belastet vom starken Euro hat die Deutsche
Telekom im abgelaufenen Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht. Der
Umsatz schrumpfte um 2,9 Prozent auf 15,13 Mrd. Euro, wie der Konzern
am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und
Abschreibungen (EBITDA) sank im zweiten Jahresviertel um 1,1 Prozent
auf 4,85 Mrd. Euro und der Überschuss von 604 auf 394 Mio. Euro.

Buchgewinne

Im Vorjahr waren Buchgewinne aus dem Verkauf von
Auslandsbeteiligungen angefallen. Bereinigt um diese wuchs der
Überschuss um 11,1 Prozent auf 633 Mio. Euro. Die Deutsche Telekom
ist in Österreich über T-Mobile, T-Systems und T-Online vertreten.
T-Mobile Austria konnte die Anzahl der Kunden um 4,8 Prozent auf
3.298.000 erhöhen, geht aus der Bilanz hervor.

Zu schaffen macht der Deutschen Telekom vor allem der schwache
US-Dollar, wodurch die Zuwächse der US-Mobilfunktochter T-Mobile USA
aufgezehrt werden. Rückläufig entwickelte sich auch der deutsche
Markt, auf dem die Telekom weiter mit dem Verlust von
Festnetzanschlüssen zu kämpfen hat.

Relationen

Der Anstieg der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber US-
Dollar und Pfund - neben den USA ist die Telekom in Großbritannien
aktiv - schmälerte den Umsatz in der ersten Jahreshälfte um 1,2
Milliarden Euro. Die Wachstumsmaschine T-Mobile USA verliert damit
für den Gesamtkonzern an Kraft. Hinzu kommt der starke Wettbewerb in
Deutschland, der sich ebenfalls negativ auf den Umsatz auswirkte. Nur
dank massiver Einsparungen blieb der operative Gewinn nur knapp
hinter dem Vorjahreswert zurück. Vorstandschef René Obermann äußerte
sich zufrieden über das laufende Sparprogramm, mit dem bis zum Ende
der Dekade rund fünf Milliarden Euro eingespart werden sollen. Bis
Ende Juni seien die Kosten um rund drei Milliarden Euro reduziert
worden, hieß es.

Neukunden

Ein Teil der Summe fließt in die Gewinnung neuer Kunden, wobei die
Konzernführung den deutschen Festnetzmarkt im Fokus hat. Die Zahl der
Breitbandkunden erhöhte sich um 340 000, womit die Gesellschaft den
branchenweit höchsten Zuwachs erzielt haben dürfte. Der Marktanteil
am Neukundengeschäft habe bei über 40 Prozent gelegen, hieß es. Bei
den traditionellen Festnetzanschlüsse verzeichneten die Bonner einen
Rückgang von 650 000 angeschlossenen Haushalten.

Die Prognose für das laufende Jahr beließ Telekom-Chef Obermann
unverändert. Das EBITDA soll demnach bei rund 19,3 Mrd. Euro und
damit auf Vorjahresniveau liegen.
(APA/dpa)

 

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