Deutsche Telekom will sich in Spitzelaffäre entschuldigen

7. August 2008, 09:35
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Konzern wollte Medienberichterstattung behindern

Deutsche-Telekom-Chef Rene Obermann hat in der Spitzelaffäre erneut eine rückhaltlose Aufklärung der Vorfälle und eine Entschuldigung bei allen Betroffenen angekündigt. Dazu müsse zunächst aber klar sein, wem welches Unrecht geschehen sei, sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Bonn. Hierzu benötige die Telekom die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Nach Angaben eines Sprechers der Bonner Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen an.

Missbrauch

Vor knapp drei Monaten hatte die Deutsche Telekom eingeräumt, dass in den Jahren 2005 und 2006 Verbindungsdaten zwischen Aufsichtsräten und Journalisten missbräuchlich überprüft worden seien. Ziel dieser Operation war es, undichte Stellen im Konzern über Interna ausfindig zu machen. Bei der Staatsanwaltschaft erstattet die Telekom Anzeige. Ins Fadenkreuz der Ermittler sind dabei der frühere Telekom-Vorstand Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel geraten. (APA/dpa)

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