Nachtkritik: Salzburger Bartók-Mix

6. August 2008, 22:35
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"Herzog Blaubarts Burg" als vierte Opernpremiere

Was sich als musikdramatischer Opernquickie abgezeichnet hat, wurde in Salzburg zu einem eindrucksvollen Festspielabend. Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg wurde mit den vier Orchesterstücken und mit der Cantate Die neun Zauberhirsche zu einer überzeugenden Premiere. Die Stützen dieses Abends waren Péter Eötvös als Dirigent, die Wiener Philharmoniker und Falk Struckmann in der Titelpartie sowie Michelle DeYoung als Judith. Die beiden Hauptdarsteller wussten ihre Partien stimmlich und darstellerisch eindrucksvoll zu gestalten. Johan Simons als Regisseur versuchte nicht, den Abend zu einer Einheit zu machen, sondern beließ den einzelnen Werken ihren spezifischen Charakter. Vor allem durch die Bühnenbilder von Daniel Richter erhielt die Aufführung erhebliche Suggestivkraft, wie vom Publikum am Schluss auch entsprechend honoriert wurde. (Peter Vujica aus Salzburg/DER STANDARD, Printausgabe, 7.8.2008)

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