Fakten: Liesing-Erst spät zum Teil der Stadt geworden

6. August 2008, 19:17

Der 23. Wiener Bezirk hat fast doppelt so viele Einwohner wie St. Pölten

Wer durch Liesing fährt, hat nicht zu Unrecht den Eindruck, schon im niederösterreichischen "Speckgürtel" zu sein. Erst 1938, nach der Machtübernahme der Nazis, wurden die Dörfer Atzgersdorf, Erlaa, Kalksburg, Inzersdorf, Mauer, Rodaun, Siebenhirten und Liesing von Wien "eingemeindet". Der Bezirkskern Liesing war, an der Südbahn gelegen, früh industriell geprägt.

Heute leben 89.000 Menschen auf 32,03 Quadratkilometern. Damit hat der 23. Wiener Bezirk fast doppelt so viele Einwohner wie St. Pölten. 55.000 Menschen arbeiten in 5000 Betrieben. 2005 verteidigte die SPÖ ihre absolute Mehrheit erneut. (stui/ DER STANDARD Printausgabe 7.8.2008)

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18 Postings
UserEpsilon
00
12.2.2012, 23:26
jo und infrastruktur mäßig fehlt einiges im süden...

aber die meisten leut die dort hinmüssen haben mindestens an pkw und auch die schneeräumung ut ihr bestes. soweit ich das verfolgen kann.

s c1
81
17.2.2009, 15:24
mieserable infrastruktur

wurde breits erwähnt, kann man aber gar nicht oft genug betonen: der 23. bezirk hat, was eine heutige (groß-)stadt ausmacht, gar nichts zu bieten. meiserable anbindung (s-bahn, die an sich schon eine zumutung ist; busse, die stets zu spät kommen...); einkausmöglichkeiten ( nein, nicht shopping, sondern alltagskram wie lebensmittel) so gut wie nicht vorhanden; der nächste arzt irgendwo, der bezirk verdreckt, stellenweise verwahrlost, ... da vergeht´s einem...

UserEpsilon
00
12.2.2012, 23:23
ich möchte sie darauf hinweisen

das auch hier menschen wohnen die ebenfalls nicht ganz zufrieden mit der situation sind, aber ihnen die adäquate hilfe fehlt. nicht in bezug auf geld sondern in sachen aufklärung und sozialbetreung.

ansonsten kann ich loswerden das ich hier bereits seit sehr vielen jahren wohne und sowohl die negativen seiten als auch die positiven dieses bezirks kennengelernt habe.

uns fehlen vorallem neue arbeitsplätze für die leute der unteren mitte - weswegen in diesem bezirk ein reines chaos des alters und des klassendurchnschnitts herrscht.

my 2 cent als liesinger

Ferdinand Berger
10
28.8.2008, 14:44
tja, leider...

...aus meiner sicht 200 jahre zu früh passiert, mein großvater hat 1930 noch im schönen nö das haus gebaut und jetzt ist es leider wien... hätte er doch das grundstück nur ein paar hundert meter weiter genommen, dann hätte alles gepasst, dann würde es in vösendorf stehen...

José Atento
30
22.9.2008, 09:16

Ja, es ist wirklich ein Jammer, wenn man gerade noch nach Wien gerutscht ist. Denn die Gemeinde Wien vernachlässigt in der Regel ihre Randgebiete komplett. Dort sieht es teilweise aus wie früher im Ostblock.

Geht man ein paar Meter nach NÖ ist plötzlich alles sehr gepfelgt. Schon seltsam, oder?

Ferdinand Berger
00
24.9.2008, 11:21
da haben sie recht...

...was die vernachlässigung anbelangt. die infrastruktur bei mir ist ein horror, das nächste lebensmittelgeschäft habe ich in nö. dafür sind in vösendorf bei schneefall die straßen innerhalb kürzester zeit freigeräumt, während wir auf der wiener seite tagelang keinen schneepflug sehen...
von anderen unzulänglichkeiten auf wiener seite gar nicht erst zu reden (förderungen, durchfahrtsmöglichkeiten etc.)

José Atento
00
24.9.2008, 15:19

So sieht es in anderen Wiener Stadtrandzonen ebenfalls aus. Dem Häupl ist das Wurscht. Um diese paar Wähler geht es nicht.
Diese Gebiete sind nicht NÖ, aber werden von Wien auch nicht wirklich betreut.

Senftube
00
23.9.2008, 10:01
Ostblock

wo sieht es denn aus wie im Ostblock? Am Rennbahnweg? (erinnert an klein-Petrzalka) oder...?

José Atento
00
24.9.2008, 10:21

Ja, z.B.
Aber ich rede nicht nur von Gemeindebau-Siedlungen.

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
10
Sans froh!

Wenn ich mir anschaue, wie in NÖ die medizinische Infrastruktur aussieht, die von Kdolsky - bevor Sie Ministerin wurde - gegen die Wand gefahren wurde, wenn ich mir anschaue, dass in NÖ die Kinder zur Kasse gebeten werden, wenn die Eltern Pflege benötigen, dann sind Sie in Wien um einiges besser dran.

Eine Niederösterreicherin

Ferdinand Berger
00
sie waren...

...dann wohl auch noch nie in einem wiener spital? da ist es wie im lotto: komme ich zu einem fähigen arzt dem der patient was wert ist habe ich glück, wenn nicht: oje... meinen vater hätten sie fast umgebracht und jetzt geht er privat zu einem arzt, weil die einzige behandlung die hilft von der kasse nicht bezahlt wird... zudem werden in wien die kinder genauso zur kasse gebeten, wenn eltern pflege benötigen, dass ist in ö leider überall so. dafür ist der kindergarten viel günstiger in nö und man bekommt für eigenheim mehr förderung. zudem haben in nö zumindest über 50% der wähler eine partei gewählt die jetzt regiert, in wien hat man mit utner 50% der stimmen sogar eine absolute mehrheit - nicht mal in diktaturen gibt es sowas!

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
00
Die Wiener Spitäler kenne ich sehr genau, denn ich habe 20 Jahr in Wien gewohnt

Die niederösterreichischen Krankenhäuser kenne ich mittlerweile auch und da gilt gleiches: es ist Glücksache, ob Sie einen fähigen oder unfähigen Arzt erwischen, genauso wie in Wien.

Wenn ihre Mutter in Wien in ein Pflegeheim kommt und mittellos ist, zahlt das die Allgemeinheit. In NÖ haften die Kinder. Und was die Familienpartei sonst noch aufführt, kann ich Ihnen gerne im Detail erzählen. Die Kinderbetreuung ist ein Witz. Kostenlos, ja, aber nur am vormittag. Nachmittag heisst es zahlen, und nicht zu knapp. Ein paar hundert Euro monatlich sind da weg wie nichts, und da ist nicht einmal das Essen dabei. Und während der Ferien, muss man sich ohnehin um private Betreuung umsehen. Öffentliche Betreuungsstellen haben geschlossen!

Ferdinand Berger
00
kurz zusammengefasst...

...könnte man auch sagen es ist in österreich allgemein schei..e zu leben, was ich ja auch finde, allerdings ist mir persönlich nö immer noch lieber als wien, wenngleich mein ziel sowieso das auswandern ist, denn als arbeitender mensch ist man in ö ja der größte depp...

gilberto gimenez
02
Naja...

Moment mal, es gab keinen bruchlosen Übergang des "25. Bezirks" unter den Nazis zum heutigen 23. Bezirk Liesing... das sollte schon erwähnt sein.

Von 1945 bis 1954 war die Situation der "Nazi-Groß-Wiener" Bezirke ungeklärt. Erst seit 1954 ist Liesing offiziell Wiener Bezirk. Und die andern Orte (Klosterneuburg usw.) waren wieder offiziell zu NÖ.

alleswasmansagtistwahr
00
LIIIIEEESIIIIIIIIIIIING!!!

Michael B
02
Also bitte! "Liesing" war kein "Dorf", sondern seit 1905 eine Stadt!

Das heutige Wien ist daher der Zusammenschluß der Städte Wien und Liesing sowie einiger dazwischen liegender Dörfer...

Mike McCready
01
30.8.2008, 16:03
genau

jawolll! liesing ist das eigentliche wien.

formosa
00

allein aufgrund der geographie liesings kann man wohl nicht von "dazwischen liegenden Dörfern" sprechen ...

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