Sotheby's holt deutlich auf

6. August 2008, 18:39
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Die aktuellen Ergebnisse des Auktionshauses korrigieren Einbrüche aus dem ersten Quartal

New York - Die Ergebnisse zum ersten Quartal 2008 waren bei Sotheby's eindeutig negativ: Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz (147,39 Mio.) auf 129,26 Millionen Dollar und damit um zwölf Prozent. Ganz besonders deutlich spiegelte sich dieser Einbruch im Auktionsgeschäft, wo die Umsatzeinnahmen von 129,81 auf 107,93 Millionen Dollar rasselten. Zeitgleich waren die Ausgaben von 134,65 Millionen auf 147,67 Millionen Dollar gestiegen.

Mit der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse am Dienstag sind diese Zahlen Schnee von gestern. Im zweiten Quartal legte Sotheby's eine beachtliche Aufholjagd hin. Nach dem Rekord im Vergleichszeitraum 2007 gab man jetzt das zweitbeste Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte bekannt. Nach sechs Monaten beläuft sich der Umsatz auf 449,4 Millionen Dollar (2007: 486,9 Mio.), wovon Auktionserlöse, vor allem Rekordergebnisse für die Sparten Contemporary Art sowie Impressionist & Modern Art, in der Höhe von insgesamt 398,2 Millionen (2007: 443,2 Mio) aus Private Sales zu Buche schlugen. Die beste Steigerung brachten Einnahmen aus dem Primärmarkt, sogenannte Dealer-Sales, die von 32,34 Millionen auf 41,47 Millionen Dollar stiegen.

In der zusammengefassten Bilanz gab man den Rekordumsatz von 3,44 Milliarden Dollar (2007: 2,3 Mrd.) bekannt. Damit hat Mitbewerber Christie's mit dem Mitte Juli genannten Halbjahresumsatz von 3,5 Milliarden Dollar nur mehr einen kleinen Vorsprung. Im Detail kann Sotheby's auch bei Zuschlägen jenseits der Ein-Millionen-Dollar-Grenze punkten: 503 Kunstwerke wurden in diesem Preissegment abgesetzt (2007: 391), Christie's schaffte in diesem Zeitraum nur 457 Einzelergebnisse. Für das zweite Halbjahr sind beide Auktionsgiganten gerüstet. Noch scheint der Kunstmarkt von der Krise der amerikanischen Wirtschaft nicht betroffen. Ob der drohende Einbruch von den neuen Märkten in Asien abgefedert werden kann, steht jedoch in den Sternen. (kron/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.8.2008)

 

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