Nicht auszuschließen

6. August 2008, 18:12
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Heike Drechsler schließt unwissentliches Doping nicht aus: "Möglich, dass ich von den Ärzten ohne mein Zutun und Wissen mit illegalen Mitteln behandelt wurde"

Hamburg - Die zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler hat den Verdacht, während ihrer aktiven Zeit in der DDR von Ärzten ohne ihr Wissen gedopt worden zu sein. In einem Interview mit der Hamburger Zeitschrift "stern" (Donnerstag-Ausgabe) sagte die 43-Jährige: "Ich habe nie wissentlich gedopt. Aber nach den Unterlagen kann ich heute leider nicht mehr ausschließen, dass ich von den Ärzten ohne mein Zutun und Wissen mit illegalen Mitteln behandelt wurde."

Außerdem gab die Ostdeutsche zu, dass es ein Fehler gewesen sei, jahrelang Doping von staatlicher Seite ausgeschlossen zu haben. "Ich war damals überfordert. Ich wusste nicht, was mit mir passierte, weil ich selbst zu tief im ganzen System steckte", wird Drechsler, die vom Oberösterreicher Robert Wagner gemanagt wurde, zitiert. Im Rückblick sei sie froh, dass sie nach dem Ende der DDR mit ihren Olympiasiegen 1992 und 2000 auch unter einem strengen Doping-Kontrollsystem ihr Talent unter Beweis gestellt habe.(APA)

 

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