Schlechtes Sushi

6. August 2008, 13:43
18 Postings

Bei einem AK-Sushi-Test waren vier von neun Proben für den Verzehr ungeeignet - Hoher Gehalt an Fäkalkeimen und Staphylokokken wurde festgestellt

Linz - Kinder, ältere Personen und Schwangere sollten generell die Finger von Sushi und Maki lassen - so lautet das Urteil der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK), die im Großraum Linz die rohen Fisch-Häppchen getestet hat. Von neun Proben erwiesen sich vier als für den Verzehr ungeeignet. Eine Portion wurde sogar als gesundheitsschädlich eingestuft.

Mangelnde Frische

Die Prüfer beanstandeten nicht nur mangelnde Frische und deutlich bemerkbaren Geruch. Auch ein erhöhter Gehalt an Fäkalkeimen und Staphylokokken wurde festgestellt. Letztere sind neben Salmonellen die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen. Darüber hinaus wurden Milchsäurebakterien und Hefen nachgewiesen. Die Keime sind vermutlich durch fehlende Hygiene im Umgang mit den Zutaten in die Speisen gelangt.

Verdorbene Sushi und Maki können vor allem bei Kindern oder älteren Menschen zu Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen oder sogar Fieber führen, so die AK. Kindern, älteren Menschen und Personen mit empfindlichem Magen wird geraten, die Finger von den rohen Fischhäppchen zu lassen. Für Schwangere sollten sie generell tabu sein: Auch bei einwandfreier Verarbeitung könnten Keime im rohen Fisch das Ungeborene gefährden, warnen Experten. (APA)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Verdorbene Sushi und Maki können vor allem für Kinder oder ältere Menschen gefährlich werden.

Share if you care.