AUVA erreicht positives Betriebsergebnis

6. August 2008, 13:22
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Nach einem negativen Ergebnis im Jahr 2006 hat die AUVA im Vorjahr ein positives Betriebsergebnis in der Höhe von 3,7 Millionen Euro erreicht

Wien - Nach einem negativen Ergebnis im Jahr 2006 hat die AUVA im Vorjahr ein positives Betriebsergebnis in der Höhe von 3,7 Millionen Euro erreicht. Das sei aber "überhaupt kein Anlass zur Euphorie", sagte AUVA-Obmann Hans Jörg Schelling. Verantwortlich für das positive Ergebnis seien in erster Linie die gute Konjunktur und der hohe Beschäftigtenstand gewesen, wenn sich diese beiden Faktoren wieder ändern sollten, könnte auch die AUVA wieder ins Minus rutschen. Deshalb fordert Schelling "gerechte Rahmenbedingungen".

Dabei geht es einerseits um den Pauschalbetrag, den die AUVA an die Krankenkassen für die Behandlung von Arbeitsunfallopfern außerhalb von Unfallspitälern zahlt. Die dafür zuletzt bezahlten 160 Mio. Euro sind für die AUVA viel zu hoch. Andererseits findet die AUVA den Kostenersatz, den sie für die Behandlung von Freitzeitunfall-Opfern in den Unfallspitälern und Rehab-Zentren bekommt, viel zu gering. Die AUVA muss für Fremdpatienten in ihren Spitälern rund 75 Prozent der Kosten selbst tragen. Ziel ist es, dass die AUVA in die für die anderen öffentlichen Spitäler geltende LKF-Finanzierung aufgenommen wird.

Vereinbarung mit Trägern

Für die Vergütung von Rehab-Leistungen hat die AUVA bereits die Vereinbarung mit anderen Trägern gekündigt. Das bedeute aber nicht, dass Patienten abgewiesen werden. Mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die AUVA über all diese Fragen bereits Verhandlungen aufgenommen. Schelling hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Herbst zu einem Abschluss zu kommen. Er geht davon aus, dass die AUVA in den letzten 50 Jahren um insgesamt rund eine Milliarde Euro benachteiligt worden ist.

Thematisieren will Schelling auch wieder die Frage einer Freizeitunfall-Versicherung. Dieses Thema will er aber nicht isoliert angehen, sondern im Rahmen eines künftigen gesamtheitlichen Finanzierungssystems. Weiter intensiv engagieren will sich die AUVA auch in der Prävention. Deshalb werde man sich auch bei dem für 2009 angekündigten Präventionsgesetz einbringen, wobei sich die Nutznießer auch finanziell beteiligen müssten. (APA)

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