Grüne sagen Zocker-Buden den Kampf an

6. August 2008, 13:56
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Zehn Spiellokale in einem Straßenzug sind keine Seltenheit mehr - Geschäftsstraßen ohne ein Spiellokal werden immer seltener

Wien - Endziel sei, das kleine Glücksspiel in Wien zu verbieten. In Wien gibt es immer seltener  Geschäftsstraßen ohne ein Spiellokal. Zehn Spiellokale in einem Straßenzug sind keine Seltenheit mehr. Die Grünen wollen diese Entwicklung stoppen, erklärte der nicht amtsführende Stadtrat David Ellensohn von den Grünen. "Das kleine Glücksspiel zerstört Existenzen. Die Verschuldung der Wiener steigt aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials", erklärt Ellensohn von den Grünen. Vor allem Jugendliche seien von der Verschuldung stark betroffen.

Die SPÖ sei bundesweit zum Thema gespalten. Viele in der Partei würden  gegen die Ausdehnung der Spiellokale sein. Zugleich säßen aber hochrangige SPÖ-Politiker wie Ex-Innenminister Karl Schlögl im Aufsichtsrat des Glücksspielkonzerns Novomatic. Auch Bürgermeister Michael Häupl nimmt gerne 50 Mio. Euro Einnahmen aus den Stellgebühren für die Lokale, erklärt Ellerson.

In Österreich unterliegt das Glücksspiel dem Monopol des Bundes. Ausgenommen davon ist das kleine Glücksspiel, bei dem die Länder Spielautomaten erlauben können, bei denen der Spieleinsatz maximal 50 Cent und der Gewinn pro Spiel maximal 20 Euro beträgt. Derzeit sind derlei Automaten neben Wien auch in Kärnten, Niederösterreich und der Steiermark gestattet. (APA)

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    In Österreich unterliegt das Glücksspiel dem Monopol des Bundes. Ausgenommen davon ist das kleine Glücksspiel, bei dem die Länder Spielautomaten erlauben können, bei denen der Spieleinsatz maximal 50 Cent und der Gewinn pro Spiel maximal 20 Euro beträgt

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