Alternativ in der Zeit des Umbruchs

6. August 2008, 13:07
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Viele Beschwerden in den Wechseljahren lassen sich durch pflanzliche Mittel reduzieren - Hormone nur in krassen Fällen empfohlen

Die Wechseljahre, Umstellungsphase des weiblichen Körpers, können mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden sein. Manche Frauen sind dann leicht reizbar, nervös oder depressiv. Auch Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme sind keine Einzelfälle. Zudem leiden etwa 25 Prozent der Frauen in der sogenannten Menopause an Scheidentrockenheit.

Normalerweise wird gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen die Einnahme von Hormonen empfohlen. Dabei bestehen jedoch wie allgemein bekannt, auch nicht zu vernachlässigbare gesundheitliche Risiken wie erhöhte Thrombosegefahr und Herzinfarktrisiko, Druckgefühl und Schmerzen in der Brust  u.a. "Ist eine Frau nicht übermäßig von den üblichen Wechseljahrsbeschwerden betroffen, sollte auf eine Hormontherapie verzichtet werden", rät daher die Gynäkologin Karla Junghanns.

Alternative Heilmittel

Denn gegen die Beschwerden kann auch alternativ vorgegangen werden. Für Linderung sollen Extrakte aus der Traubensilberkerze sorgen. Eine sojareiche Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv aus. Und wer unter Schlafstörungen und innerer Unruhe leidet, kann auf Johanniskraut, Melisse oder Passionsblume zurückgreifen. Dies beruhigt, ebenso wie autogenes Training und Yoga.

Leider helfen diese Mittel nicht gegen eine zu trockene Vagina. Brennen und Jucken der Vaginalhaut, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können die Folge sein. "Scheidentrockenheit ist meist auf den sinkenden Östrogenspiegel während der Menopause zurückzuführen. Durch den Hormonmangel sondert die Vaginalhaut nicht ausreichend Feuchtigkeit ab. Sie wird dünner, weniger elastisch und unangenehm trocken", erklärt Junghanns.  Abhilfe leiste ein feuchtigkeitsspendendes Vaginalgel, so die Gynäkologin. (red)

 

  • Sojabohnen: Eine sojareiche Ernährung wirke sich positiv aus.
    AP/Roberto Candia

    Sojabohnen: Eine sojareiche Ernährung wirke sich positiv aus.

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