Loewe profitiert von Fußball-EM

6. August 2008, 11:15
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Deutschlands größter Fernseherhersteller konnte dank des Fußball-Großereignisses im zweiten Quartal seinen Gewinn vor Steuern mehr als verdoppeln

 

München - Deutschlands größter Fernseherhersteller Loewe hat im zweiten Quartal kräftig von der Fußball-Europameisterschaft profitiert. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) habe sich im vergangenen Vierteljahr auf 7,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch im fränkischen Kronach mit. Der Umsatz kletterte um gut ein Fünftel auf 89,5 Mio. Euro.

"Loewe ist es in den ersten sechs Monaten 2008 sehr erfolgreich gelungen, sich dem allgemeinen Markttrend rückläufiger Preise weitestgehend zu entziehen und damit die Profitabilität des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern", erklärte Vorstandschef Frieder Löhrer. Vor allem das Geschäft in Deutschland und der Absatz mit großen Flachbildschirmen habe sich sehr gut entwickelt. "In Deutschland sind die Menschen zunehmend offener für neue Techniken", sagte Löhrer in einer Telefonkonferenz. Analysten zeigten sich entzückt von den Ergebnissen. Credit-Suisse-Analyst Michael Geiger sprach von einem "großartigen Zahlenwerk".

Trotz der konjunkturellen Abkühlung in Europa erwartet das Traditionsunternehmen eine anhaltend hohe Nachfrage nach großen LCD-Fernsehern und Zusatzgeräten. "Aus heutiger Sicht ist aber davon auszugehen, dass sich die generell etwas schwächeren Sommermonate Juli und August sowie die veränderte Saisonale durch die Fußball-EM auf das dritte Quartal 2008 dämpfend auswirken könnten." Dennoch rechnen die Kronacher im zweiten Halbjahr mit Nachfrageimpulsen durch die Berliner Funkausstellung (IFA) im September. "Für das Gesamtjahr 2008 rechnet Loewe deshalb weiterhin mit einem Umsatzwachstum von sieben Prozent auf rund 400 Mio. Euro und einer Ergebnisverbesserung beim EBIT von 14 Prozent auf circa 24 Mio. Euro." Löhrer räumte ein, dass die Prognose zurückhaltend sei. "Wir wollen immer unsere Ziele übererfüllen. Sehr wahrscheinlich erreichen wir mehr." Analysten kritisierten den Ausblick als "unrealistisch niedrig".(APA/Reuters)

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