Internationale Konferenz beschäftigt sich in Vorarlberg mit E-Voting

6. August 2008, 11:05
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Rund hundert Experten wollen Fahrplan für elektronische Wahlen erarbeiten

Mit dem Thema E-Voting beschäftigen sich von 7. bis 9. August 2008 rund hundert Experten bei einer vom Kompetenzzentrum e-voting.cc organisierten Konferenz in Lochau (Bezirk Bregenz). Als Ergebnis erhoffen sich die Fachleute einen gemeinsam erarbeiteten Fahrplan zum Stand der Rahmenbedingungen, zu Zukunftsszenarien und Einsatzmöglichkeiten von elektronischen Wahlen, hieß es in einer Aussendung des Kompetenzzentrums.

Ausgangspunkt für die Diskussion bei der "EVOTE08" ist eine von e-voting.cc-Direktor Robert Krimmer und Ronald Schuster erarbeitete Studie, die die Bereitschaft von 31 Demokratien untersucht, elektronische Wahlen einzuführen. Dabei liegt Österreich auf Platz sechs bei der "Readiness", für Krimmer wäre eine Einführung von Wahlen über Computer jedoch frühestens in zehn Jahren realistisch. Bei der Konferenz sollen die rechtlichen, technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen besprochen werden, die sich durch die elektronische Stimmabgabe ergeben.

Als Vortragende werden etwa Epp Maaten und Thad Hall über die Erfahrungen im E-Voting-Pionierland Estland berichten. 2007 wurde dort die elektronische Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen im März eingeführt. Leontine Loeber befasst sich in ihrem Vortrag mit den Rückschlägen mit Wahlmaschinen in den Niederlanden. Gabriel Katz wird sich den gesellschaftlichen Auswirkungen von E-Voting widmen. Als Vorprogramm findet am 6. August das Finale der Initiative "E-Voting Competition 2008" statt.(APA)

 

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