Neues Gesetz soll Sprachen der Ureinwohner fördern

6. August 2008, 11:14
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In einigen Regionen Pflichtschulfach, Medien sollen Beiträge in indigenen Sprachen bereitstellen - Übersetzer-Netzwerks soll Kommunikation verbessern

Caracas - Um die Kultur von Venezuelas Ureinwohnern zu fördern, ist in ihren Ortschaften die Unterrichtung ihrer Sprachen neben der Landessprache Spanisch künftig Pflicht. Zudem müssen Medien in von der indigenen Bevölkerung bewohnten Orten von nun an Platz für Beiträge in der Sprache der Ureinwohner bereitstellen, heißt es in dem vom Parlament in Caracas beschlossenen Gesetz.

Die Gründung eines Übersetzer-Netzwerks soll die Kommunikation mit Ureinwohnern bei Behördenbesuchen und im Gesundheitswesen verbessern. Das Gesetz sei "ein mächtiges Instrument, das die Stärkung der Ureinwohner-Dörfer erlaubt", erklärte die Vorsitzende des Ureinwohner-Ausschusses im Parlament, Noeli Pocaterra, am Dienstag (Ortszeit).

Nationales Instituts für indigene Sprachen

Die Neuregelung sieht auch die Gründung eines Nationalen Instituts für die Sprachen der Ureinwohner vor. In der venezolanischen Verfassung ist seit 1999 das Recht der Ureinwohner verankert, ihre Bräuche, Religionen und Sprachen zu erhalten. (APA)

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