40 Millionen Kreditkarten-Daten in USA gestohlen

6. August 2008, 09:34
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Täter operierten von verschiedenen Ländern aus - Bundeskriminalamt prüft mögliche Verbindungen nach Österreich

In der bisher wohl größten Internet-Datendiebstahlsaffäre in den USA hat ein Gericht in Boston elf mutmaßliche Hacker angeklagt. Wie das US-Justizministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, werden die Angeklagten beschuldigt, 40 Millionen Kreditkarten- und Kundennummern gestohlen und diese über das Internet an andere Kriminelle in den USA und Osteuropa weiterverkauft zu haben.

Klage

Auf diese Weise sollen Zehntausende Dollar von Geldautomaten abgehoben worden sein. Angeklagt sind dem Ministerium zufolge unter anderen drei US-Bürger, drei Ukrainer und zwei Chinesen.

Der Anklage zufolge kamen die Angeklagten an die sensiblen Daten, indem sie in drahtlose Computernetzwerke von Firmen wie TJX Companies, BJ's Wholesale Club, Boston Market und Barnes & Noble eindrangen und diese mit Hackersoftware knackten, um an die Kartennummern, Passwörter und Bankinformationen zu kommen.

Auswirkungen des Falles auf Österreich?

Nach den Worten des Generalstaatsanwalts von Massachusetts, Michael Sullivan, zeigt der Fall, dass Verbraucher, Unternehmen und Regierungen in aller Welt weitere Möglichkeiten zum sicheren Schutz vor dem Diebstahl vertraulicher Daten finden müssen.

Unterdessen prüft das Bundeskriminalamt (BK) mögliche Auswirkungen des Falles auf Österreich. Man habe in den USA um die Übermittlung von Informationen zu der Causa angesucht, besonders was österreichische Opfer angeht. Eine Antwort stand laut BK-Sprecher Helmut Greiner Mittwochmittag noch aus. (APA)

 

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