ProSiebenSat.1 leidet unter Werbeflaute

6. August 2008, 09:29
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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat im zweiten Quartal wegen anhaltender Probleme beim Verkauf von Werbezeiten in Deutschland weniger Gewinn eingespielt

München - Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat im zweiten Quartal wegen anhaltender Probleme beim Verkauf von Werbezeiten in Deutschland weniger Gewinn eingespielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf vergleichbarer Basis um 16,6 Prozent auf 203,7 Millionen Euro, wie ProSiebenSat.1 am Mittwoch in München mitteilte. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 801,9 Millionen Euro zurück. Nur die Aufnahme von SBS in die Zahlen habe die Umsatzeinbußen im deutschen TV-Geschäft kompensiert.

Für das Gesamtjahr 2008 kündigte der Konzern einen operativen Gewinn auf dem vergleichbarem Vorjahresniveau an. "Wir müssen jedoch klar sagen, dass dieses Ergebnisziel mit Unsicherheiten behaftet ist", sagte Vorstandschef Guillaume de Posch. Die Entwicklung im Werbemarkt sei schlecht vorhersehbar.

Der ProSiebenSat.1-Chef kündigte an, die Kosten stärker drücken zu wollen als bisher bekannt. "Mit gruppenweiten Programmen zur Effizienzsteigerung wollen wir im laufenden Geschäftsjahr Kosten in Höhe von 70 Millionen Euro im Vergleich zum ursprünglich geplanten Budget einsparen", sagte er laut Mitteilung. (APA/Reuters/dpa)

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