Linke doch uneinig über Kandidaten für deutsche Präsidentenwahl

6. August 2008, 07:09
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Ulrich Maurer: "Gespräche noch nicht abgeschlossen"

Frankfurt/Main - Die Kandidatenfrage der deutschen Linken für die Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Mai ist offenbar doch noch nicht geklärt. "Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen", sagte der Westbeauftragte der Partei, Ulrich Maurer, der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochsausgabe). "Wir haben das Buch noch nicht zugemacht". Die Äußerung des Fraktionsvizes Bodo Ramelow vom Dienstag, wonach die Linke eine Kandidatin für das Bundespräsidentenamt gefunden habe, sei nicht mehr als "eine persönliche Einschätzung", sagte Maurer.

Kritik am Vorgehen der "Herren über 50"

Die stellvertretende Parteivorsitzende Halina Wawzyniak kritisierte das Vorgehen bei der Kandidatenwahl scharf. "Es kann nicht sein, dass die Herren über 50 sich einigen und ich erfahre daraus aus der Zeitung", sagte sie der "FR". In einem Brief an ihre Genossen forderte sie, wenigstens darüber informiert zu werden, wenn eine Entscheidung gefallen sei.

Das Vorgehen der überwiegend männlichen Parteispitze wolle sie in der kommenden Vorstandssitzung Ende August erörtern, sagte Wawzyniak. Dann wolle sie auch wissen, ob sie als gewählte Funktionsträgerin eingebunden werde, "oder ob ich mir den ganzen Quatsch sparen kann". (APA)

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