Präsidententreffen wegen Unruhen abgesagt

5. August 2008, 23:32
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Morales-Gegner in der Region Santa Cruz verhinderten Treffen mit Chavez und Kirchner - Venezuales Präsident zur "Persona non grata" erklärt

La Paz - Ein Treffen der Präsidenten Boliviens, Argentiniens und Venezuelas in der von der konservativen Opposition beherrschten Stadt Tarija im Süden Boliviens ist am Dienstag wegen Unruhen kurzfristig abgesagt worden. Demonstranten hatten eine Menschenkette um ein Hotel in der Stadt mir 200 000 Einwohnern gebildet, in dem sich bereits eine Vorausabteilung der Delegation des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez befand.

Auch vor dem Flughafen versammelten sich Demonstranten, um die Landung der Maschinen mit Chavez sowie seiner argentinischen Kollegin Cristina Kirchner und Gastgeber Evo Morales zu verhindern. In der Nacht hatten Studenten bereits die örtliche Zentrale der nationalen Telefongesellschaft besetzt. Morales war zudem durch einen Streik von etwa 4000 Bergarbeitern in der Stadt Caihuasi, 210 Kilometer südlich von La Paz, verhindert. Bei Auseinandersetzungen starben dort zwei Demonstranten.

Chavez zur "Persona non grata" erklärt

"Aus Sicherheitsgründen und angesichts des feindlichen Klimas in Tarija ist der Besuch der drei Staatsoberhäupter abgesagt worden", sagte der bolivianische Regierungssprecher Ivan Canelas. Der Anführer des oppositionellen Bürgerkomitees von Tarija, Reynaldo Bayard, erklärte den Linkspopulisten Chavez zur "Persona non grata". Bayard führt auch eine Bewegung in dem an Erdgas reichen Departement Tarija an, die die Rückerstattung von Abgaben auf die Erdgas- und Erdölproduktion durch den Zentralstaat fordert. (APA/dpa)

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    Hunderte Demonstranten versammelten sich am Dienstag nahe dem Flughafen um die Landung der Maschinen mit Chavez, Kirchner und Gastgeber Evo Morales zu verhindern-

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