Wissen: Seibersdorfer Nuklear-Know-how

5. August 2008, 18:42
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Die Labors der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO bzw. IAEA), mit ihrem Hauptsitz in der Wiener UNO-City befinden sich im niederösterreichischen Seibersdorf (Bezirk Baden) auf dem Gelände der Austrian Research Centers (ARC) rund 35 Kilometer südlich von Wien. Als UN-Organisation hat das IAEO-Labor exterritorialen Charakter; die Sicherheit im Gelände wird von UN-Securities bewerkstelligt. Rund 180 Forscher, Techniker, Assistenten und administrative Beschäftigte arbeiten in den Labors; die Anlage umfasst rund 15.000 m2.

Eine Forschungseinheit der IAEO befindet sich aber auch im Wiener Hauptgebäude der IAEO. 1962 wurden die Labors für Forschungsarbeiten der IAEO im Bereich Nuklearwissenschaft eingerichtet. Aber auch zum Bereich Kernenergie und damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen, etwa Schutz vor radioaktiver Strahlung, wird geforscht. In einer Zusammenarbeit mit der UN-Organisation FAO (Food and Agricultural Organisation) wird im Bereich Nahrungsmittel und Landwirtschaft geforscht und es werden etwa Bananenarten entwickelt, die gegen bestimmte Krankheitserreger resistent sind.

Auch die Austrian Research Centers haben in Seibersdorf ihre "Nuclear Engineering"-Aktivitäten mit rund 40 Mitarbeitern gebündelt.

Dort werden die in Österreich anfallenden radioaktiven Stoffe (beispielsweise aus Krankenhäusern) in Ermangelung eines Endlagers "zwischengelagert". (APA, red, DER STANDARD, Printausgabe, 6.8.2008)

 

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