Die Suche nach der Jugend

5. August 2008, 17:47
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Das IOC ist sehr reich, aber die TV-Zuschauer werden immer älter

Peking - Die finanzielle Situation des IOC ist ausgezeichnet. Die Einnahmen wachsen ständig. Man sei eine gesunde Organisation, betonte Präsident Jacques Rogge am Dienstag in der 120. IOC-Session. Der Belgier hielt jedoch auch fest, dass das Komitee sein Wachstum beibehalten und weiterhin junge Menschen anziehen müsse. Ende des Jahres 2007 lagen die Rücklagen bei 227 Millionen Euro. Damit könne man Einnahmeausfälle von einer Auflage der Olympischen Spiele überbrücken. Durch die Vermarktung des Top-Sponsoren-Programms mit zwölf Partnern waren zwischen 2005 und 2008 insgesamt 556 Millionen Euro gesammelt worden. Für die Periode von 2009 bis 2012 erwartet sich Rogge für Übertragungsrechte Einnahmen von 2,5 Milliarden Euro. "Das ist aber virtuelles Geld" , schränkte der Chefolympier ein. "Wir bekommen diese Summe nur, wenn die Spiele in Vancouver 2010 und London 2012 erfolgreich verlaufen."


Rogge stellte jedoch fest, dass junge Menschen ihre Interessen auf andere Sportveranstaltungen wie die X-Games verlagert oder dem Sport ganz den Rücken gekehrt hätten. "Das IOC muss besser mit jungen Menschen, deren Geschmäcker sich ändern, kommunizieren" , sagte er. Die Olympia-Organisation hatte aufgrund des steigenden durchschnittlichen Alters der Olympia-TV-Zuschauer die Olympischen Jugendspiele ins Leben gerufen. Diese Veranstaltung für 14- bis 18-Jährige soll den Trend stoppen. Zum ersten Mal wird sie 2010 in Singapur ausgetragen, für die Winterspiele 2012 hat sich unter anderem Innsbruck beworben. (APA, Reuters, red - DER STANDARD PRINTAUSGABE 6.8. 2008)

 

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