Wissen: Umwege zum "Kernaktionär"

5. August 2008, 17:38
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Für die beabsichtigte AUA-Privatisierung mithilfe eines "österreichischen Kernaktionärs" gibt es ein Musterbeispiel in der heimischen Wirtschaftsgeschichte

Für die beabsichtigte AUA-Privatisierung mithilfe eines "österreichischen Kernaktionärs" gibt es ein Musterbeispiel in der heimischen Wirtschaftsgeschichte: 2003, als der Staatsanteil am Stahlkonzern Voestalpine unter der VP-FP-Regierung zur Privatisierung anstand, lehnte die Politik einen Gesamtverkauf an einen ausländischen Konzern wie Thyssen-Krupp ab. Also gab die Staatsholding ÖIAG 20 Prozent des damals 34,7 Prozent umfassenden Aktienpakets an ihr genehme Investoren ab. Der Rest wurde mit einer Wandelanleihe unterlegt und stückweise umgewandelt. Heute gehören rund elf Prozent einer Mitarbeiterstiftung, knapp 23 Prozent der Raiffeisen Landesbank OÖ und der Oberbank, der Rest ist im Streubesitz. (szem, DER STANDARD, Printausgabe, 6.8.2008)

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