Guppys ziehen Lebensgefahr der männlichen Zudringlichkeit vor

10. August 2008, 21:33
16 Postings

Britische Forscher beobachteten auf Trinidad, wie die Weibchen auf der Flucht vor lästigen Männchen in gefährliche Gewässer flüchteten

London - Auf der Flucht vor allzu zudringlichen Verehrern begeben sich Fischweibchen manchmal sogar in Lebensgefahr. Britische Forscher beobachteten, wie Guppys-Weibchen auf der Karibikinsel Trinidad vor den Männchen in tieferes Gewässer geflüchtet waren, obwohl dort gefährliche Raubfische lauerten.

Sie nähmen also ein höheres Sterberisiko in Kauf, um weniger belästigt zu werden, schrieben die Wissenschaftler um Darren Croft von der Universität Exeter in den "Biology Letters" (online vorab veröffentlicht).

Ungewöhnlich zudringlich

Dieses Verhalten sei bei den Guppys Poecilia reticulata erstmals nachgewiesen worden. Die männlichen Tiere blieben im sicheren Flachwasser. Gab es keine Räuber, die die Männchen abschreckten, hielten sich auch die Weibchen dort auf. Die Männchen dieser Art seien besonders zudringlich. Waren keine Männchen anwesend, schwammen auch die Weibchen deutlich mehr in den flachen und damit sicheren Flussabschnitten. (APA/dpa)

Share if you care.