Procter & Gamble mit mehr Gewinn

5. August 2008, 15:55
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Der US-Konsumgüterkonzern stemmt sich weiter erfolgreich gegen hohe Rohstoff- und Energiepreise, der Gewinn im vierten Quartal stieg um ein Drittel

Cincinnati - Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble stemmt sich weiter erfolgreich gegen rasant gestiegene Kosten für Rohstoffe und Energie. Dank Preiserhöhungen und positiver Steuereffekte kletterte der Überschuss des Herstellers von Marken wie "Pampers", "Gillette" und "Ariel" im vierten Geschäftsquartal um ein Drittel auf 3,0 Mrd. Dollar (1,9 Mrd. Euro). Der Umsatz stieg getrieben von Wechselkursvorteilen durch den schwachen Dollar im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 21,3 Mrd. Dollar.

Auch für das neue Geschäftsjahr rechnet Procter & Gamble (P&G) mit mehr Umsatz und Gewinn bei jedoch geringeren Margen durch weiter steigende Rohstoffkosten. "Wir werden in diesem Jahr und darüber hinaus nachhaltiges Wachstum liefern", sagte Konzernchef Alan Lafley am Dienstag in Cincinnati (Ohio). Mit seinen Zahlen übertraf P&G die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,92 Dollar, ohne die Steuereffekte waren es noch 0,80 Dollar.

Schwellenländer wachsen stark

Besonders stark fiel das Wachstum in Schwellenländern aus. P&G profitierte zudem von vielen Produkt-Neueinführungen. Der Konzern schloss auch die Integration des Rasier-Spezialisten Gillette ab mit Einsparungen von mehr als 1,2 Mrd. Dollar pro Jahr. Zusammen mit weiteren Einschnitten bei den Ausgaben seien die höheren Kosten für Material, Energie und Transport mehr als ausgeglichen worden.

Im Gesamtjahr (30.6.) stieg der Gewinn um 17 Prozent auf 12,1 Mrd. Dollar. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 83,5 Mrd. Dollar zu. Wechselkursvorteile sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet wuchs der organische Umsatz um fünf Prozent. Für das laufende Quartal erwartet P&G einen Gewinn je Aktie von 0,98 bis 1,00 Dollar und im Gesamtjahr von 3,80 bis 3,87 Dollar vor Sonderposten.

Weltweit zählt das Unternehmen 138.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 80 Ländern präsent. (APA/dpa)

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