Die ÖVP startet mit dem "Es reicht!" in den Plakatwahlkampf

5. August 2008, 13:15
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"Inhalte" statt Molterer: Die erste Welle der schwarzen Wahlplakate verzichtet auf den ÖVP- Chef - Umsetzung kommt von der Agentur Gull

Die ÖVP hat am Dienstag  ihre Sommerkampagne 2008 gestartet. Geworben wird auf drei verschiedenen Plakatsujets durchgängig mit dem Slogan "Es reicht", mit dem Parteichef Wilhelm Molterer die Koalition mit der SPÖ aufgekündigt und damit den vorgezogenen Urnengang eingeleitet hatte. Der Vizekanzler selbst ist auf den österreichweit rund 2.000 Plakaten nicht zu sehen. Die Wiener Werbeagentur Gull zeichnet für die gesamte Werbelinie der ÖVP im Wahlkampf verantwortlich.

Drei zentrale Themen hat sich die Volkspartei für ihren Früh-Wahlkampf vorgenommen. Unter dem Motto "Schluss mit Sparbuch-Kontrolle" wirbt die ÖVP für eine Verdoppelung der Pflegeförderung. Die Devise "Wer bei uns lebt, muss unsere Sprache lernen" überschreibt die schwarze Forderung, Zuwanderung nur nach Erlernen der deutschen Sprache zu ermöglichen. Schließlich ruft die ÖVP aus "Familien brauchen Hilfe gegen Teuerung!" und meint damit, dass künftig die Familienbeihilfe für Kinder in Ausbildung jeweils im September doppelt ausbezahlt werden soll, was im übrigen Kosten von rund 186 Millionen Euro verursachen würde.

Molterer kommt zum Fotoshooting

Präsentiert wurden die drei Plakate von Generalsekretär und Wahlkampfleiter Hannes Missethon. Spitzenkandidat Molterer sah nur im Anschluss kurz vorbei, um sich vor den Sujets ablichten zu lassen. So oblag es auch Missethon zu erklären, wieso denn der VP-Chef im Gegensatz zu seinem SP-Kontrahenten Werner Faymann nicht auf den ersten Plakaten für die Wahlauseinandersetzung vertreten sei. Der Generalsekretär dazu: "Er ist ja vertreten auf der Plakatserie mit 'Es reicht'". Überhaupt sei es jetzt darum gegangen, einen Thementeppich zu transportieren, der sich von jenem der SPÖ dadurch unterscheide, dass die Inhalte auch umgesetzt würden.

Willi-Molterer-Video

Das Molterer-Video wurde bereits bei der Plakat-Präsentation vorgeführt. Von Parteivize Josef Pröll über Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer bis zur Chefin der Jungen ÖVP Silvia Fuhrmann erklärt dort die Parteiprominenz, wieso Wilhelm Molterer der richtige fürs Land sei (kunstsinnig, feiner Sinn für Humor, voll Elan und Energie usf.). Nicht unter den Molterer-Werbern findet sich sein Vorgänger Wolfgang Schüssel. Auf die Frage, warum dem so ist, meinte Missethon: "Es ist ein Willi-Molterer-Video." (APA/red)

 

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