Darabos rechnet noch für Rechnungshof-Bericht

5. August 2008, 13:02
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Stellungnahme soll in den "nächsten Tagen" erfolgen

Wien - Verteidigungsminister Norbert Darabos möchte nach der Wahl sein Amt behalten - bis es tatsächlich so weit ist, muss sich der Sozialdemokrat aber erneut mit den Eurofightern herumschlagen. Denn Darabos hat eine dreimonatige Frist des Rechnungshofes für seine Stellungsnahme zum Jet-Prüfbericht verstreichen lassen.

Am Dienstag erklärte der Minister, dass er noch zusätzliches Einsparungspotenzial errechnen möchte, er kündigte aber für "diese Woche" Gespräche mit den Prüfern an. Darabos bekräftigte, dass er bei den Verhandlungen mit dem Hersteller im Vorjahr - 15 statt 18 Eurofighter sowie Leistungsreduktion - Einsparungen in der Höhe von mindestens 370 Millionen Euro herausgeschlagen habe - was die ÖVP prompt als "Schönrederei" , das BZÖ als "unverantwortlichen Alleingang" zurückwies.

Zu einem Bericht von Heute, wonach Rumänien die Eurofighter um 71 Millionen Euro pro Stück bekomme, Österreich aber pro Jet 106Millionen bezahlt habe, erklärte Darabos, dass es sich seines Wissens um gebrauchte Flieger handle - allerdings habe Schwarz-Blau-Orange einst einen "nachteiligen Vertrag" abgeschlossen.

Eurofighter-Sprecher Wolfdietrich Hoeveler kann nicht bestätigen, dass Bukarest die Flieger zum Schleuderpreis erhalte: "Die Ausschreibung ist dort noch gar nicht erfolgt. Daher können wir zu Zahlen keine Stellung nehmen." (nw/DER STANDARD, Printausgabe, 6.8.2008)

 

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