WABAG lieferte Abwasser-Recycling-Anlage für Olympia

5. August 2008, 12:16
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Rechtzeitig vor dem Start der Olympischen Spiele ist die mit österreichischem Know-how errichtete Abwasserbehandlungsanlage BeiXiaoHe in Betrieb gegangen

Wien - Rechtzeitig vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking ist nun die mit österreichischem Know-how errichtete Abwasserbehandlungsanlage BeiXiaoHe in Betrieb gegangen. Mit dem gereinigten Wasser wird der Olympische Park in Peking bewässert. Im Konsortium mit Siemens wurde die österreichische VA Tech WABAG vor zwei Jahren von der Beijing Drainage Group mit der Realisierung der Abwasserrückgewinnungsanlage beauftragt.

Das Gesamtvolumen des Auftrags liegt bei 18 Mio. US-Dollar (11,56 Mio. Euro), die WABAG ist für den Engineering-Teil in der Größenordnung von 1 Mio. Euro verantwortlich, hieß es auf Anfrage bei der WABAG.

Die Abwasser-Recycling-Anlage sei eine der weltweit größten Membran-bioreaktor-Anlagen und gewährleiste die Wiederverwendung des gereinigten Abwassers, heißt es heute in einer Unternehmensaussendung der WABAG. Der Auftrag umfasste die Modernisierung und Erweiterung einer bestehenden kommunalen Kläranlage mit einer Kapazität von 40,000 m3/Tag auf 100,000 m3/Tag. Die Altanlage mit mechanisch/biologischer Reinigung wurde mit neuen Belüftungssystemen und einer UV-Licht-Desinfektionsanlage ausgestattet. Das Verfahrenskonzept mit dem Einsatz einer Membran-Bio-Reaktor-Technik gewährleiste nun, dass der Olympische Park in Beijing mit ressourcenschonendem Recyclingwasser bewässert werden könne.

Das Wasseraufbereitungsunternehmen WABAG ist in China seit 20 Jahren tätig und hat bisher mehr als 70 Wasser- und Abwasseranlagen für Kommunen und Industriebetriebe realisiert. Mit Prestigeprojekten wie der Anlage BeiXiaoHe und dem zweiten aktuellen Projekt in Peking, der Schlammbehandlungsanlage Xiaohongmen, will WABAG als Systemanbieter auch weiterhin in China, dem weltweit zweitgrößten Markt für Wasseraufbereitung, punkten.

Die österreichische VA Tech WABAG war Ende 2007 von Siemens zur Gänze an die indische Privatbank ICICI verkauft worden. (APA)

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