CEE-Büromarkt uneinheitlich

5. August 2008, 11:26
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Die Leerstandsrate stieg zuletzt, weil die Vermietungen nicht mit der hohen Zahl an Fertigstellungen Schritt hielten, analysiert man bei CBRE

Wien - Der Markt für Büroimmobilien in Zentral- und Osteuropa (CEE) ist noch gesund, besonders weil das allgemeine Wirtschaftswachstum und die Nachfrage solide sind. Trotzdem kann es laut einer Analyse des internationalen Gewerbeimmobilien-Spezialisten CB Richard Ellis (CBRE) in nächster Zeit durchaus zu unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Märkten kommen.

Leerstandsrate gestiegen

Im ersten Halbjahr 2008 gab es laut CBRE eine steigende Zahl an Vermietungen, die allerdings nicht mit den Fertigstellungen von neuen Büroflächen mithalten konnten. Dadurch sei es zu einem Plus bei der Leerstandsrate in der gesamten Region gekommen. Trotzdem gehen die Analysten von einer sinkenden Leerstandsrate aus, da das Angebot weiterhin knapp sei. In einigen Märkten könnten daher trotz weltweiter wirtschaftlicher Probleme höhere Mietpreise lukriert werden, hieß es seitens CBRE gegenüber der APA.

Die meisten CEE-Büromärkte würden nach wie vor von den Flächenanbietern (Angebotsmarkt) bestimmt. CBRE erwartet, dass in den nächsten ein, zwei Jahren aber große Mengen auf den Markt kommen. Dadurch könnte es besonders in kleineren Märkten zu einem Ungleichgewicht kommen und die Nachfrager (Nachfragemarkt) den Preis verstärkt bestimmen, was wohl zu sinkenden Mieten führen werde, erläuterte CBRE.

Investoren zurückhaltend

"Generell lässt sich sagen, dass die Büromärkte innerhalb der CEE-Region auch 2008 weiterhin stark bleiben. Aufgrund der Fertigstellungen und der unterschiedlichen Größen der Märkte könnte die Performance in den CEE-Ländern allerdings nicht ganz einheitlich sein", fasst Jos Tromp, Head of Research für die Region CEE bei CBRE, die Situation in einer Aussendung zusammen.

In manchen Ländern seien zudem die Investoren angesichts des weltweiten wirtschaftlichen Klimas zurückhaltender geworden, ergänzt Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Wien. "Während dies in einigen Staaten die Vermietungsleistung limitiert, kann es einigen kleinen Märkten helfen, nicht von neuen Projekten überschwemmt zu werden", so Ridder. (APA)

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