Air France-KLM mit Gewinneinbruch

5. August 2008, 10:51
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Die Fluggesellschaft will nach einem deutlichen Gewinneinbruch im ersten Geschäftsquartal ihre Kosten stärker senken als bisher

Paris - Die Fluggesellschaft Air France-KLM will nach einem deutlichen Gewinneinbruch im ersten Geschäftsquartal ihre Kosten noch stärker senken als bisher geplant. Das "Challenge 10"-Programm solle um Einsparungen von weiteren 190 Mio. Euro verstärkt werden, teilte die französisch-niederländische Fluglinie bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag in Paris mit. Damit sollen die Kosten im gesamten Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) um insgesamt 620 Mio. Euro sinken. An ihrem Ziel, einen operativen Gewinn von einer Milliarde Euro zu erzielen, hielt die Gesellschaft fest.

In den drei Monaten bis Ende Juni brach der operative Gewinn um 43,6 Prozent auf 234 Mio. Euro ein. Der Überschuss ging um 59,4 Prozent auf 168 Mio. Euro zurück. Der Umsatz legte hingegen um 5,8 Prozent auf 6,288 Mrd. Euro zu. Die Treibstoffkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Viertel auf 1,36 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer Kerosinrechnung von 5,86 Mrd. Euro.

Besser als erwartet

Die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von Air France-KLM haben am Dienstag die Stimmung der gesamten Branche aufgehellt. Die Aktien von Lufthansa und Air Berlin legten in Frankfurt 3,2 Prozent auf 15 Euro beziehungsweise sechs Prozent auf 3,70 Euro zu. Die Papiere von Air France gehörten mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 16,99 Euro zu den Favoriten im französischen Auswahlindex CAC40.

"Die Ergebnisse sehen sehr gut aus und der Ausblick wurde bestätigt", sagte Analyst Bruno de la Rochebrochart von Raymond James. "Darüber hinaus stützt der Ölpreis-Rückgang den gesamten Sektor."

An der Londoner Börse zogen die Aktien von British Airways und EasyJet um jeweils mehr als fünf Prozent an. Die Titel des irischen Billigfliegers Ryanair verteuerten sich sogar um mehr als sieben Prozent. In Madrid zogen die Papiere von Iberia trotz eines überraschen hohen Halbjahresverlustes um 6,3 Prozent auf 2,04 Euro an. (APA/dpa-AFX/Reuters)

 

 

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