Miese Muscheln

5. August 2008, 14:23
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Belgische "Moules" dürfen derzeit nicht verkauft werden - Algen-Giftstoffe machen die Spezialität ungenießbar

Brüssel  - Nur wenige Tage nach dem Saisonstart für belgische Miesmuscheln dürfen die beiden Muschelfarmen des Landes die Meeresfrucht bis auf weiteres nicht verkaufen. Grund dafür sind Giftstoffe, die in einer Probelieferung gefunden wurden. Sie stammen von einer Algenart und verursachen beim Verzehr der Muscheln Durchfall. Das teilte die belgische Lebensmittelbehörde AFSCA am Montag mit.

Da der Algenbefall der Muscheln stark variiert, müssen die Muschelfarmen im Abstand von höchstens 48 Stunden Proben testen lassen, bevor der Verkauf starten darf.

Nationalgericht

Die "Moules" oder "Mosselen", die je nach Region mit verschiedenen Zutaten gekocht und typischerweise mit Pommes frites serviert werden, genießen in Belgien den Status eines Nationalgerichts. Der größte Teil der in Belgien verzehrten Muscheln, rund 40.000 Tonnen im Jahr, stammt allerdings aus den benachbarten Niederlanden.

In Belgien werden jährlich nur rund 15 Tonnen produziert. Der Beginn der "Moules"-Saison Ende Juli wird von der Gastronomie allerdings fast so publikumswirksam zelebriert wie der Verkauf des ersten Beaujolais-Weins in Frankreich. (APA/AFP)

 

 

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    In Belgien werden jährlich 15 Tonnen Miesmuscheln produziert - "Moules" sind ein Nationalgericht

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