Frauenthal verdoppelte Ebit

5. August 2008, 09:47
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Der heimische Porzellanhersteller konnte sich trotz Konjunkturabkühlung deutlich steigern und konzentriert sich auf neue Märkte und Kunden

Wien - Der auf Autoteile (Dieselkatalysatoren, Stahlfedern, Druckbehälter) und Sanitärgroßhandel spezialisierte börsenotierte Porzellanhersteller Frauenthal hat im ersten Halbjahr 2008 seinen Betriebserfolg um mehr als das Doppelte verbessert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 8,4 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2007 auf 18,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008 gestiegen. Auch für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand aufgrund von Effizienzsteigerungen mit einem überproportionalen Ergebniszuwachs.

Der Konzernumsatz der Frauenthal-Gruppe für die ersten zwei Quartale liegt mit 331,3 Mio. Euro um 19,3 Prozent über dem Vorjahr und spiegle eine dynamische Entwicklung in allen drei Geschäftsbereichen - Automotive Components, Industrielle Wabenkörper, Großhandel - wider, hieß es. "In allen Bereichen übertraf das Betriebsergebnis eindeutig unsere Erwartungen", zeigte sich Frauenthal-Holding-Vorstand Michael Ostermann erfreut. Man spüre zwar die Konjunkturabkühlung, konzentriere sich im Unternehmen aber auf neue Märkte und neue Kunden. Zudem profitiere Frauenthal von strukturellen Verbesserungsmaßnahmen, die in der Vergangenheit umgesetzt worden seien.

Automotiver Bereich

Der größte Umsatz- sowie Ergebnisbeitrag sei auf den automotiven Bereich zurückzuführen. Allerdings seien bereits für 2009 von einigen großen Kunden im Nutzfahrzeugbereich Reduktionen im Auftragsvolumen zwischen 10 und 15 Prozent angekündigt worden. Der Konjunkturhöhepunkt scheine damit auch im Bereich Nutzfahrzeuge entsprechend der weltweiten Entwicklung überschritten zu sein, teilte Frauenthal mit.

Das Geschäft mit Kraftwerkskatalysatoren und Wärmetauschern werde weiterhin durch weltweit zunehmende Energienachfrage begünstigt. Neue Kohle- und Gaskraftwerke seien weltweit in Planung und zahlreiche bestehende Anlagen stünden vor der Renovierung. Der niedrige Dollarkurs mache es allerdings besonders in Asien und den USA schwer, konkurrenzfähig zu bleiben.

Der Großhandel (SHT) profitiere von den neu gewonnenen Marktanteilen und den Akquisitionen im Bereich Heizung. Nach einem mengenmäßig starken ersten Quartal verzeichnet der Bau- und Renovierungssektor in Österreich im zweiten Quartal einen spürbaren Rückgang in der Nachfrage. Umsatz- als auch Ergebnisentwicklung liegen den Angaben zufolge aber über den Erwartungen.

Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass Umsatz und Ergebnis der Frauenthal-Gruppe 2008 deutlich höher als 2007 sein werden. (APA)

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