Verdoppelung der Förderung für selbstständige Betreuer

4. August 2008, 22:12
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Rezar: Anhebung auf 530 Euro, für Unselbstständige auf 1.100 Euro - Pflegegeld um "mindestens" fünf Prozent höher

Eisenstadt - Der burgenländische Soziallandesrat Peter Rezar (SP) begrüßte den Wegfall der Vermögensgrenze sowie die geplante Erhöhung der Förderungen für die 24-Stunden-Pflege. Beim Treffen der Sozialreferenten mit Sozialminister Erwin Buchinger sei "mehr als eine Verdoppelung" der Förderung für selbstständige Betreuer auf künftig 530 Euro beschlossen worden. Im unselbstständigen Bereich werde die Subvention von 800 auf 1.100 Euro angehoben. Das Pflegegeld werde sofort um "mindestens" fünf Prozent erhöht.

Die Evaluierung habe gezeigt, dass dies "notwendige Schritte" seien, sagte Rezar am Montagabend. Die Verdoppelung der Förderung im Bereich der selbstständigen Betreuer sei "mehr als gerechtfertigt".

Für die 24-Stunden-Betreuung stehen Mittel von insgesamt 40 Mio. Euro zur Verfügung. Diese werden von Bund und Länder 60:40 gemeinsam aufgewandt, erklärte Rezar in einer Aussendung. Beim Pflegegeld werde finde "auch ein Sonderzuschlag für die höheren Pflegestufen unsere Zustimmung".

Die Vermögensgrenze stelle eine "nur schwer nachvollziehbare" Schwelle dar. Da durch die Legalisierung der 24-Stunden-Betreuung zudem ein transparenter Markt entstand, sei davon auszugehen, dass der Lohn für die Betreuerinnen aus Osteuropa künftig höher sein werde.

Im Burgenland wurden seit Jahresbeginn rund 950 Anmeldungen durchgeführt. In den nächsten Monaten sei mit einer Überschreitung der 1.000er-Grenze zu rechnen. Nachdem man ursprünglich von 300 Anmeldungen im Burgenland ausgegangen war, sei dies eine "sensationelle Entwicklung", so Rezar. (APA)

 

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