Vitaminspritze gegen Krebs

4. August 2008, 23:00
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Injiziertes Vitamin C bremst Tumore bei Maus

Washington - Doppelnobelpreisträger Linus Pauling (1901-1994) schwor auf Vitamin C und war sich sicher, dass es auch gegen Krebs helfen würde. Deshalb nahm er täglich rund 18 Gramm zu sich. Von der Wissenschaft wurde er dafür lange Zeit belächelt.

Eine neue Studie gibt ihm zumindest indirekt recht. Zumindest bei Labormäusen bremst hochdosiertes Vitamin C das Wachstum von Krebstumoren. Allerdings darf das Vitamin dazu nicht geschluckt werden, sondern muss direkt in den Bauchraum oder ins Blut injiziert werden, berichten US-Forscher um Mark Levin von den National Institutes of Health in Bethesda im Fachblatt "PNAS" (online vorab).

Sie halten eine Anwendung auch beim Menschen für aussichtsreich, vor allem bei der Therapie aggressiver Tumore mit schlechter Prognose. Bislang war man allenfalls davon ausgegangen, dass eine ausreichende Versorgung mit Ascorbinsäure - so lautet die chemische Bezeichnung des Vitamins - vor Krebsentstehung schützen kann. (tasch/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 8. 2008)

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