Stellenabbau mit Betriebsrat geregelt

4. August 2008, 16:58
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In Deutschland wurde mit den Betriebsräten eine Vereinbarung getroffen, wie die 1.000 Stellen in der Stammbelegschaft der Verwaltung reduziert werden können

Hamburg  - Der Flugzeughersteller Airbus hat in Deutschland den Abbau von 1.000 derzeit noch besetzten Arbeitsplätzen im Rahmen seines Power-8-Sanierungsprogramms festgezurrt. Mit den Betriebsräten sei nun eine Vereinbarung darüber getroffen worden, wie diese 1.000 Stellen in der Stammbelegschaft der Verwaltung reduziert werden können, berichtete Airbus am Montag in Hamburg. Durch Power 8 sollen insgesamt 3.450 Stellen in der Administration bis 2010 wegfallen.

Die Vereinbarung sieht laut Airbus Frühruhestandsregelungen, den Wechsel in eine Transfergesellschaft oder ein freiwilliges Ausscheiden mit Abfindung vor. Parallel dazu scheiden Mitarbeiter mit Erreichen des Rentenalters sowie Zeitarbeiter aus. Im Gegensatz dazu werden in der Produktion weiterhin Arbeitskräfte gesucht.

Bis Ende Februar 2008 waren bereits 400 Mitarbeiter ausgeschieden. Seitdem verließen weitere Beschäftigte von Leihfirmen das Unternehmen. Zudem schieden Mitarbeiter über die natürliche Fluktuation aus. Dieser Prozess laufe weiter, berichtete eine Sprecherin. Genaue Zahlen dazu liegen nicht vor. Von den 3.450 Arbeitsplätzen entfällt etwa die Hälfte auf Leiharbeitskräfte.

Power 8

Der Airbus-Konzern hatte mit Power 8 auf das Desaster um die Lieferverzögerungen beim Großraumflugzeug A380 reagiert und den Abbau von 10.000 Stellen in der Verwaltung, davon ein Drittel in Deutschland, sowie die Ausgliederung mehrerer Werke eingeleitet. In Frankreich hatte es Unmut darüber gegeben, dass der deutsche Zweig des Unternehmens mit seinem Stellenabbau nicht so schnell vorankam wie der französische. Das lag nach Gewerkschaftsangaben im wesentlichen an arbeitsrechtlichen Regelungen in Deutschland.

Der Verkauf des Laupheimer Airbus-Werkes war in der vergangenen Woche unter Dach und Fach gebracht worden. Der Lieferant von Kabinenelementen wird zum 1. Oktober vom Nürnberger Technologie- und Rüstungskonzern Diehl und seinem französischen Partner Thales übernommen. Power 8 soll zu Einsparungen von gut zwei Mrd. Euro jährlich führen, weitere Maßnahmen (Power 8 plus) zur Verbesserung von Abläufen im Konzern und zur stärkeren Internationalisierung sollen eine weitere Milliarde bringen. Einzelheiten dazu werden im Herbst erwartet. (APA/dpa)

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