Kaisermühlentunnel: Rasanter Anstieg an Temposündern

4. August 2008, 16:18
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Allein im Juli fast so viele Geschwindigkeitsübertretungen wie in den sechs Monaten davor

Die Sommerzeit hat die Zahl der Temposünder im Wiener Kaisermühlentunnel auf der Donauuferautobahn (A22) rasant steigen lassen und neue Höchstwerte gebracht. Im Rekordmonat Juli erwischte die Section Control auf dieser Strecke 20.000 Lenker bei Geschwindigkeitsübertretungen. Das ist beinahe genau so viel wie in den sechs Monaten zuvor: Von Jänner bis Juni zählte die Anlage rund 25.000 Vorfälle.

Auch über das gesamte Jahr gesehen ist laut Wiener Polizei bereits eine enorme Zunahme absehbar. Den 45.000 Geschwindigkeitsübertretungen im Bereich der Section Control bis Ende Juli stehen 34.000 Temposünder im gesamten Jahr 2007 gegenüber. Mögliche Gründe für die hohe Zahl an Verkehrssündern sieht der Polizist in Baustellen und Touristen.

Urlauber fürchten Strafen

Viele Urlauber fürchten Strafen wegen Tempo-Übertretungen nicht, da Strafen im Ausland erst ab 70 Euro vollstreckt werden können. Die meisten Section Control-Strafen bewegen sich zwischen 21 und 50 Euro. Laut ORF.at geht ein Großteil des Geldes an die Asfinag, insgesamt machten die Geldbußen im Vorjahr 1,2 Millionen Euro aus.

Zudem vermutet ein Polizeisprecher, dass die Höchstgeschwindigkeiten wegen Staus, Baustellen oder Reinigungsarbeiten routinemäßig öfter auf 60 km/h herabgestuft würden. Wer die A22 als Alltagsstrecke nutze, halte sich möglicherweise nicht immer daran. Auch neue Straßenbeläge mit vermindertem Rollwiderstand seien als Ursache denkbar. (APA)

 

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