10.460 Anmeldungen zum Selbstständigen-Modell

4. August 2008, 14:40
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Buchinger berät mit Landesfinanzreferenten über 24-Stunden-Betreuung

Wien - Die Zahl der Anmeldungen zur 24-Stunden-Betreuung im Pflegebereich ist nach Angaben der Wirtschaftskammer beim Selbstständigen-Modell auf 10.460 gestiegen. Insgesamt haben sich in diesem Jahr bereits rund 11.000 ehemalige Illegale für eine Pflegebetreuung angemeldet, doch haben gut 500 davon die erteilte Bewilligung wieder zurückgelegt.

Über die Anzahl der unselbstständigen Pfleger gibt es nach wie vor keine konkreten Angaben. Das Sozialministerium nannte zuletzt eine Zahl von rund 300.

Sozialminister Erwin Buchinger trifft heute, Montag, nachmittag in Salzburg mit den Landessozialzreferenten zum Thema 24-Stunden-Betreuung zusammen.

Anhebung der Fördersätze

Bei der freiberuflichen Pflege zahlt der Bund jedem Pflegebedürftigen, der einen freiberuflichen Betreuer beschäftigt, 112,50 Euro monatlich, bei zwei Betreuern gibt es 225 Euro Zuschuss. Die ÖVP-Länder Niederösterreich und Vorarlberg verdoppeln diese Summe, das SP-regierte Salzburg will nachziehen. Auch Buchinger plant nun die Anhebung der Fördersätze. Demnach soll der Zuschuss für freiberufliche Pfleger bis zu 350 Euro betragen, mehr als im "niederösterreichischen Modell" - nämlich 530 Euro - sollen es sein, wenn in einem Haushalt zwei pflegebedürftige Personen leben.

Deutlich mehr Geld gibt es schon jetzt für Pflegebedürftige, die ihre Betreuer anstellen. Sie erhalten vom Bund bis zu 800 Euro, Niederösterreich, Vorarlberg und künftig auch Salzburg stocken auf 1.000 Euro auf. Buchinger will diesen Zuschuss nun auf bis zu 1.200 Euro anheben. Der Haken daran: Das Angestellten-Modell ist bisher eben ein Minderheitenprogramm, der weitaus größte Teil der Betreuer arbeitet freiberuflich.

Vermögensgrenze

Was die Vermögensgrenze betrifft, hatten sich Bund und Länder ursprünglich auf 7.000 Euro geeinigt. Wer mehr besitzt, muss das Vermögen verwerten, bevor er den staatlichen Zuschuss in Anspruch nehmen kann. Abgeschafft haben diese Vermögensgrenze bisher Niederösterreich und Vorarlberg, Salzburg will auch hier nachziehen und in Tirol wird ebenfalls überlegt, die Vermögensgrenze zu streichen. (APA)

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